Urlaub in Polen - Wracktauchen, Sport, Kultur, Natur
Badespaß und Wracktauchen an der Ostseeküste, Segeln auf den masurischen Seen und
Wandern im Nationalpark – Polen ist vielseitig und der Urlaub dort ist günstig.
Doch heimgesucht von Massentourismus ist Polen nicht.
Wasserspaß
So gibt es noch viele unberührte Küstenabschnitte an der Ostsee, aber auch zahlreiche
Kurorte: Ihres hohen Jodgehalts wegen werden der Seeluft heilende Eigenschaften
zugesprochen. Die polnische Ostseeküste ist immerhin rund 528 Kilometer lang. Und
Wasserratten kommen dort auf ihre Kosten: In vielen Orten gibt es Wasserrutschen
und Ausleihstellen für Wasserscooter, Wasserskier und Surfbretter.
Wracktauchen
Wer etwas erleben will, kann in der Ostsee auch tauchen. Ein besonderes Highlight
für Abenteuerlustige: das Wracktauchen. Vor der Danziger Bucht sanken im 16. und
17. Jahrhundert mehrere polnische, schwedische und dänische Kriegsschiffe. Im 2.
Weltkrieg wiederholten sich solche Dramen. Einige der Wracks liegen in geringer
Tiefe und sind auch für Anfänger in Begleitung eines erfahrenen Tauchlehrers erreichbar,
berichtet das polnische Fremdenverkehrsamt.
Masuren
Wassersport ist auch eines der Highlights einer anderen polnischen Region: Masuren.
Die Masurische Seenplatte besteht aus mehreren tausend teils sehr großen Seen, die
durch Flüsse und Kanäle zur großen Masurischen Seen-Route miteinander verbunden
sind. Vor allem junge Menschen zieht die Region an, berichtet das polnische Fremdenverkehrsamt.
Für relativ wenig Geld lassen sich selbst in den Sommermonaten Segelbote chartern.
Allerdings sei es ratsam, rechtzeitig zu buchen. Ebenfalls noch sehr günstig sei
es, dort einen Segelschein zu erwerben. Masuren bieten aber noch mehr als Wasser:
Ausgedehnte und unberührte Waldflächen sind ein Paradies für Naturliebhaber.
Viele Nationalparks
Daneben verfügt Polen über zahlreiche Naturreservate: Die insgesamt 23 Nationalparks
sind durchwegs auch Besuchern zugänglich. Sieben dieser Parks stehen auf der Unesco-Liste
der Biosphärenreservate. Die Parks haben insgesamt rund 2.500 Kilometer Wander-,
Reit-, Fahrrad- und Wasserwege. Verboten ist es, von den Wanderwegen abzuweichen,
Abfälle zu hinterlassen oder gar zu jagen, warnt das polnische Ministerium für auswärtige
Angelegenheiten.
Historische Städte
Weniger Ruhe, dafür viel Kultur findet man in den historischen Städten Polens: Obwohl
im 2. Weltkrieg großteils zerbombt, steht das historische Stadtzentrum Warschaus
auf der Unesco-Weltkulturerbe-Liste. Nach dem Krieg wurde die Altstadt unter Verwendung
von Fragmenten aus dem Trümmerhaufen originalgetreu wieder aufgebaut. Sehenswert
sind die Häuser, Kirchen und das Königsschloss. Ebenfalls auf der Unesco-Liste steht
die Krakauer Altstadt: Einige Bauten wie die Adalbertskirche auf dem Markt oder
die Andreaskirche stammen aus dem 10. und 11. Jahrhundert. Der Hauptmarkt ist der
größte mittelalterliche Platz Europas.
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