Spanien und seine Inseln

Wer an spanische Inseln denkt, dem fällt unweigerlich Mallorca, der Deutschen liebstes Urlaubs-Eiland ein. Zu Spanien gehören jedoch noch einige weitere Inseln, die sich vor allem durch ihre herrliche Natur und das perfekte Klima auszeichnen.

Kanarische Inseln

Eine Reise wert sind die Kanarischen Inseln. Die Inselgruppe besteht aus den sieben Hauptinseln Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa, La Palma, Gomera und El Hierro. Daneben gibt es noch einige kleinere, teils unbewohnte Inseln. Politisch gehören die Kanaren zu Spanien, geografisch sind sie jedoch eher Afrika zuzuordnen. Da sie in Äquatornähe liegen, ist das Wetter ganzjährig ideal für den Urlaub. Die Temperaturen sind mild und liegen relativ konstant bei knapp über 20 Grad, weshalb die Kanaren auch als Inseln des ewigen Frühlings bezeichnet werden.
Überall entlang der insgesamt 1.500 Kilometer langen Küsten finden sich Hotels, Wohnanlagen, Freibäder und Wassersporteinrichtungen, berichtet das Instituto de Turismo de Espana. Die Küstenlandschaft der Inselgruppe selbst ist sehr vielseitig: Es gibt Sandstrände, Steilküsten und Buchten. Das Meer eignet sich wegen des vulkanischen Ursprungs der Inselgruppe ideal zum Tauchen.

Mallorca, Menorca und Co.

Die Balearen sind Inseln, die im Gegensatz zu den Kanaren recht nah westlich des spanischen Festlands liegen. Die größte Insel: Mallorca. Sie erlangte in der Vergangenheit durch den Massentourismus zweifelhaften Ruhm. "Ballermann 6", "17. Bundesland Deutschlands", "Eimersaufen" – diese Assoziationen sind spätestens seit dem Spielfilm "Ballermann 6" jedem geläufig. Doch nicht überall auf Mallorca begegnet man Massentourismus: Vor allem im Inselinneren gibt es durchaus ruhige Gegenden, das Landesinnere bietet Wanderern zahlreiche Routen.
Die Umweltsünden und der ausufernde Bau-Wildwuchs mit Betonburgen in der Vergangenheit führten jedoch zu einem langsamen Umdenken: Um mehr Klasse statt Masse zu erzielen, gab es zeitweise sogar eine Öko-Steuer für Urlauber. Auch dem Bau-Wildwuchs hat das Parlament der autonomen Region Balearen Einhalt geboten, indem sie das Baurecht inzwischen strenger auslegt und bei Bau-Sünden sogar den (Teil-)Abriss verlangt - wie Boris Becker mit seinem zu groß gebauten Anwesen leidvoll erleben musste.
Menorca ist die kleine Schwesterinsel von Mallorca und unterscheidet sich von dieser erheblich. Das Klima ist mild, vor allem im Frühjahr ist die farbenfrohe Vegetation sehenswert. Fast die Hälfte Menorcas wurde von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt und damit auch die meisten Buchten und Küsten, die fast unbebaut sind. Eine Bebauung der geschützten Gebiete mit riesigen Hotelburgen ist deshalb auch in Zukunft nicht möglich. Ohnehin gibt es in Menorca keinen Massentourismus. Weitere bewohnte Inseln der Balearen sind Ibiza und Formentera, ebenfalls beliebte Reiseziele. Formentera ist die kleinste der bewohnten Balearen-Inseln.
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Foto: BHW

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