Borkum - Ferienwohnung & Ferienhaus

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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Borkum. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:

Die Nordseeinsel Borkum ist mit circa 31 Quadratkilometern die Größte der Ostfriesischen Inseln und gehört zum Bundesland Niedersachsen. Der größte Wirtschaftsfaktor der Insel ist der Tourismus. Kurhotels, Bäder und Erholungsangebote locken das ganze Jahr über Besucher an. Kein Wunder, schließlich gibt es auf Borkum nicht nur tolle Landschaften und Sehenswürdigkeiten, sondern auch interessante Brauchtümer und Feste.

Borkum, Dünen, Strand, Foto: Kara/Fotolia.comIdyllische Vordünenlandschaft auf Borkum. Foto: Kara/Fotolia.com

Nationalpark, Wattenmeer und Dünenlandschaft

Mehr als die Hälfte der Fläche Borkums besteht aus einer Sand- und Dünenlandschaft. Rund 20 Prozent werden für die Landwirtschaft genutzt. Das fruchtbare Land liegt im südlichen Teil der Insel, welcher vor Stürmen und Fluten gut geschützt ist.

Die Insel Borkum und das angrenzende Watt gehören mit Ausnahme des Stadtgebietes zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Seit Mitte 2009 zählen die sehenswerten Naturlandschaften des Nationalparks zum UNESCO-Welterbe. Die Inseln des Nationalparks sind  in drei Schutzzonen unterteilt, so auch Borkum. An die müssen sich sowohl Einheimische wie Touristen halten. Im Osten der Insel befindet sich die Schutzzone I. Diese Ruhezone dürfen Besucher das ganze Jahr über ausschließlich auf den ausgewiesenen Wegen oder bei einer geführten Wanderung betreten. Um Wildtiere und Pflanzen zu schonen, dürfen diese Wege nicht verlassen werden. Außerhalb der festgelegten Brutzeiten ist die zweite Schutzzone, eine Zwischenzone, für Ausflüge und Aktivitäten offen. Der Artenschutz hat hier aber Vorrang. Während der Hauptbrut-, Nahrungs- und Rastzeit der Vögel dürfen nur die dafür vorgesehenen Wege betreten werden. Im Süden, Westen und Norden der Insel befindet sich die Schutzzone III, die als Erholungszone dient. Hier dürfen sich Urlauber und Bewohner beispielsweise an den Badestränden erholen und Freizeitaktivitäten nachgehen.

Besucher Borkums sollten sich auf keinen Fall eine geführte Wattwanderung entgehen lassen. Die Führer erklären den Teilnehmern Wissenswertes zum Watt sowie zu Fauna und Flora. Das Borkumriff, eine am Nordstrand vorgelagerte Sandbank, bietet sich für eine geführte Wanderung an. Hier können die Wanderer unter anderem Kegelrobben und Seehunde in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Spezielle Schutzzäune stellen sicher, dass die Wattwanderer die Tiere nicht stören. Niemals sollten sich Touristen alleine ins Watt wagen. Die Geschwindigkeit des zurückkehrenden Wassers wird sehr oft unterschätzt. So kommt es hin und wieder zu Notfällen, bei denen die Küstenwache eingreifen muss. Ein Wattführer hingegen kennt die Tücken des Wattenmeeres und weiß, welcher Zeitraum sich für die Tour am besten eignet.

Wattenmeer, Borkum, Watt, Foto: Helge Fuss/Fotolia.comDas Wattenmeer auf Borkum. Foto: Helge Fuss/Fotolia.com

Mit rund 560 Pflanzenarten ist Borkum die artenreichste der Ostfriesischen Inseln. Die spezielle Hufeisenform der Insel begünstigt durch die verschiedenen Landschaftsformen das Wachstum dieser breiten Artenvielfalt. Bei Spaziergängen über die Insel können Touristen ganz unterschiedliche Lebensräume entdecken, von großen Binnenweiden bis hin zu Süßwasserteichen.

Verkehr auf Borkum

Vom Festland aus gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Insel Borkum zu erreichen. Eine Fähre vom niederländischen Eemshaven fährt die Nordseeinsel innerhalb von knapp 90 Minuten an. Mehr Zeit müssen Touristen für die Fahrt vom deutschen Küstenhafen Emden einrechnen. In Fahrrichtung Borkum dauert die Fahrt durch die Strömung der Ems rund zwei Stunden, zurück fast eine halbe Stunde länger. Die Autofähren sind unabhängig von Ebbe und Flut. Wer ohne Auto unterwegs ist, kann mit einem Katamaran, der ausschließlich Passagiere befördert, die Strecke in rund einer Stunde bewältigen.

Während der Sommermonate wird der PKW-Verkehr auf der Insel stark eingeschränkt. In dieser Zeit sollten Einheimische und Touristen auf andere Transportmöglichkeiten setzen. Beispielsweise lässt sich die Insel mit einem ausgeliehenen Fahrrad, per Kutsche oder mit der Borkumer Kleinbahn in all ihrer Schönheit erkunden. Die kleine Inseleisenbahn verbindet den Fähranleger mit dem Bahnhof der Stadt. Während der warmen Monate werden regelmäßig gemütliche Fahrten mit Kaffee und Kuchen angeboten. Bei einer Fahrt mit der Dampflock können die Besucher die schöne Landschaft der Insel genießen.  Wem die Fahrt mit der Kleinbahn zu lange dauert, kann die Busverbindung direkt vom Hafen in den Ortskern von Borkum nutzen.

Borkum, Inseleisenbahn, Dampflock, Foto: Tanja Thomssen/Fotolia.comDie kleine Inseleisenbahn auf Borkum verbindet den Hafen mit der Stadt. Foto: Tanja Thomssen/Fotolia.com

Östlich der Stadt Borkum liegt der 1927 gebaute Flugplatz Borkum. Die regelmäßigen Flüge zwischen der Insel und dem Flugplatz Emden auf dem deutschen Festland dauern lediglich 15 Minuten. Außerdem starten von hier Rundflüge über die anderen Ostfriesischen Inseln. Die Air Hamburg bietet auf Anfrage Flüge von Hamburg-Uetersen oder Fuhlsbüttel nach Borkum an. Diese Flüge dauern etwa eine Stunde.

Erholung und Sehenswürdigkeiten

Borkum bietet für Einheimische und Touristen das ganze Jahr über zahlreiche Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und Orte zum Entspannen. Vor allem sportbegeisterte Inselbewohner und Besucher kommen auf Borkum voll auf ihre Kosten. Der Borkumer Meilenlauf beispielsweise ist der nordwestlichste Volkslauf Deutschlands. Rund 1000 Teilnehmer laufen am ersten Wochenende im September die gut zehn Kilometer lange Strecke über die Insel.

Besonders während der wärmeren Monate sind Rad- und Wandertouren auf der ostfriesischen Insel sehr beliebt. Im Sommer nutzen Wassersportler die Nordsee zum Surfen und Segeln. Aber auch Ausritte am Strand und eine tolle Wanderung ins Watt zu den Seehundbänken gehören zu den gern genutzten Angeboten Borkums.

Wer Erholung und Entspannung auf der Nordseeinsel sucht, kann sich in einem der vielen Hotels im Spa-Bereich verwöhnen lassen. In der warmen Sonne laden Strandkörbe an den bewachten Stränden zum Relaxen ein. Eine Vielzahl guter Restaurants, Musikveranstaltungen am Inselpavillon und Inselführungen ergänzen das umfangreiche Programm für Touristen.

Besondere Wahrzeichen der Insel Borkum sind die zahlreichen über die Insel verteilten Leuchttürme. Der Alte Leuchtturm wurde 1576 gebaut und ist damit das älteste Gebäude der Insel. Er ist 45 Meter hoch und hat eine rechteckige Form. Im Jahr 1817 erhielt er schließlich auch eine Leuchtquelle, um den Schiffen den Weg weisen zu können. 1879 wurde der Turm durch ein Feuer zerstört. Seit der Restaurierung dient er bis heute als Aussichtsturm für Touristen und Besucher der Insel.

Leuchtturm, Borkum, Foto: Tanja Thomssen/Fotolia.comDer alte Leuchtturm der Insel Borkum. Foto: Tanja Thomssen/Fotolia.com

Bereits 1879 wurde der Neue Leuchtturm auf der Westseite Borkums gebaut. Dieser ist immer noch aktiv und hilft Schiffen bei der Orientierung vor der Emsmündung. Der 60 Meter hohe, aus dunklen Ziegelsteinen erbaute Leuchtturm kann ebenfalls besichtigt werden. Doch nicht nur von den hohen Türmen aus bekommen die Besucher einen tollen Blick auf die Insel und Landschaft. Auf Borkum befindet sich auch die Aussichtsdüne Sternklipp. Sie liegt am Ende des Seedeichs. Von dort aus sind bei schönem Wetter die Nachbarinseln Juist, Memmert und Norderney sichtbar.

Das Heimatmuseum Dykhaus, was so viel wie Deichhaus heißt, befindet sich in der Nähe des Alten Leuchtturms. Besucher können dort ein altes Seenot-Rettungsboot, ein Walskelett und die aus dem 16 Jahrhundert stammenden Goldmünzen bestaunen. Zudem bekommen die Touristen einen umfassenden Einblick über die Geschichte und Entwicklung von Borkum.

15 Kilometer nordwestlich der Insel ist ein großer Offshore-Windpark von der Küste aus zu sehen. Die Anlage Riffgat umfasst 30 Windanlagen und eine Umspannplattform. 2014 wurden alle Windräder in Betrieb genommen. Der Windpark versorgt rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom.

Des Weiteren gibt es auf Borkum zwei evangelische Kirchen und eine katholische. Die evangelisch-reformierte Kirche am Rektor-Meyer-Pfad ist die größte der drei Kirchen. Sie fasst bis zu 800 Bescher und neben den Sonntagsgottesdiensten werden hier regelmäßig Orgelkonzerte veranstaltet. Sie wurde im Jahr 1897 im neugotischen Stil fertiggestellt. Die evangelisch-lutherische Christus-Kirche wurde 1899 gebaut. Ihr Pfarrhaus und der Glockenturm wurden in späteren Jahren ergänzt. Sie befindet sich im westlichen Teil der Insel in der Goethestraße. Die einzige katholische Kirche wurde auf Wunsch der katholischen Kurgäste gebaut. Die letzten Baumaßnahmen fanden im Jahre 1988 statt.

Brauchtum auf der Insel

Brauchtümer werden auf der Insel aktiv gelebt. Die Bewohner holen ihre Tracht bei nahezu allen Festen und Feierlichkeiten aus dem Schrank. Frauen tragen eine weiße Spitzenhaube und ein dunkles, gewebtes Kleid mit weißer Schürze. Über den Schultern legen sie ein Tuch, das durch eine Brosche gehalten wird. Die Männer tragen eine schwarze Hose und ein weißes Hemd mit Weste. Neben dem schwarzen Hut gehört ein buntes Tuch zur Tracht. Das Tuch wird um den Hals gebunden oder hängt lässig aus einer Tasche.

Ein besonderes Brauchtum findet jährlich in der Nacht vom fünften auf den sechsten Dezember statt. Der Klaasohm, der Klaus Onkel, zieht durch die Stadt und wird gefeiert. Dieser Nikolausbrauch geht wahrscheinlich auf die Walfangzeit zurück. Sechs junge Männer verkleiden sich als Klaasohm. Dabei tragen sie tonnenförmige große Helme, die mit Schafspelz bezogen und mit Federn beklebt sind. Der Wiefke, ein als Frau verkleideter Mann, der sich besonders wild verhält, begleitet den größten der verkleideten Männer. Sie ziehen mit viel Lärm und Geschrei durch die Straßen zu einer Halle der Borkumer Kleinbahn. Auf ihrem Weg verteilen Sie nicht nur Moppe, ein Honigkuchengebäck, sondern auch Hiebe an junge Frauen. Kinder und Mütter brauchen sich jedoch nicht zu fürchten, sie bekommen gleich das Gebäck. An der Halle angekommen, versammeln sich alle Männer der Insel vor der Bühne. Frauen und Touristen werden nicht in die Halle gelassen. Mit sogenannten Ritualkämpfen tragen die Klaasohms auf der Bühne einen Showkampf aus, bei dem die Führung bestimmt wird. Nach diesem Kampf ziehen alle, auch Frauen und Touristen über die Insel und treffen sich anschließend in der Ortsmitte von Borkum. Dort klettern die Klaasohm-Darsteller und der Wiefke auf eine Litfaßsäule. Nachdem sich die Darsteller vom Publikum feiern ließen, stürzen sie sich in die Menschenmasse. Diese fängt die Darsteller auf. Es lohnt sich also auch im Winter eine Ferienwohnung auf Borkum zu buchen, um dieses Spektakel mit anzusehen.

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