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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Föhr. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:
Die Salzwiesen rund um die Insel Föhr, Foto: Thorsten Schier/Fotolia.com
Queller kommen mit den kargen Bedingungen der Salzwiesen gut zurecht. Foto: Thorsten Schier/Fotolia.com

Die nordfriesische Insel Föhr ist ein Teil des Bundesland Schleswig Holstein. Sie ist die zweitgrößte deutsche Insel und liegt südlich von Sylt, zwischen Amrum und dem Festland. Die 82 Quadratkilometer große Insel hat keine Straße oder Bahnverbindung zum Festland. Besucher und Einheimische sind auf den Fährverkehr angewiesen. Knapp 8.400 Einwohner leben verteilt auf 16 Inseldörfer. Hinzu kommen jährlich rund 185.000 Touristen, die die Insel und ihre Natur erkunden.

Die grüne Insel

Föhr wird durch seine Lage im Windschatten von Amrum und Sylt geschützt. Diese natürliche Barriere hält Stürme und andere Wettereinflüsse der Nordsee ab. Dadurch gedeiht auf Föhr eine üppige Vegetation, was dem Eiland den Beinamen „Die grüne Insel“ verleiht. Der Norden und westliche Teile von Föhr gehören zur Schutzzone I des Nationalparks Schleswig Holsteinisches Wattenmeer. Diese Teile dürfen grundsätzlich nicht betreten werden. Das Gebiet soll völlig der Tier- und Pflanzenwelt vorbehalten bleiben.

Die Insel Föhr ist von Watt umgeben. Ebbe und Flut befördern kleine Sedimentteilchen. Dadurch verändert sich das Gesicht des Watts fast täglich. Es ist ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. So befinden sich auf einem Quadratmeter Wattboden rund eine Million Kieselalgen und tausende von kleinen Krebsen, Muscheln, Schnecken und Würmern.

Zwischen dem Watt und der Insel erstrecken sich die sogenannten Salzwiesen. Dieser Übergang zwischen Meer und Land wird regelmäßig vom Salzwasser überflutet. Die Bewohner der Salzwiesen, wie beispielsweise der europäische Meeressenf oder der Queller, sind an dieses Leben perfekt angepasst. Durch angeschwemmte Teilchen wachsen die Salzwiesen jedes Jahr um circa einen Zentimeter in die Höhe.

Die Insel Föhr besteht aus zwei unterschiedlichen Landschaften. Die Geest beschreibt den Inselkern. Die Eiszeit vor 200.000 Jahren brachte Gestein aus Skandinavien. Nachdem das Eis weggetaut war, blieb das Geröll liegen. Die höchste Erhebung misst etwas über 13 Meter über Normalnull. Auf dem Gesteinsgürtel befinden sich elf der Inseldörfer, geschützt vor den Fluten der Nordsee.

Das Marschland bildet die Landschaft um die Geest herum. Dieses Land liegt nur ein bis zwei Meter über dem Meeresspiegel. Es wird vor allem als Weideland genutzt. Das Marschland ist bei Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross lässt sich dieser idyllische Teil der Insel erkunden.

Die Inselhauptstadt Wyk

Die einzige Stadt auf Föhr liegt im Südosten der Insel und ist die Heimat von rund 4500 Bewohnern. Wyk ist ein bei Touristen beliebter Kurort und ein anerkanntes Nordseeheilbad. Im August können Besucher bei rund 20 Grad Celsius ein Eis in den zahlreichen Straßencafés genießen oder am Strand spazieren gehen. Die salzhaltige Luft und der starke Wind regen den Stoffwechsel an. Dieses Reizklima kann die Heilung einiger Krankheiten unterstützen.

Vom Fährhafen in Wyk starten mehrmals am Tag Schiffe zum Festland nach Dagebüll und zur Nachbarinsel Amrum nach Wittdün. Außerdem starten im Sommer hier die Ausflugsfahrten zu den Nachbarinseln. Um von der Inselhauptstadt zu den Dörfern zu gelangen, bietet sich die Ringbuslinie auf Föhr an. Sie startet in Wyk und fährt alle Dörfer der Insel an. Auf dem Verkehrslandeplatz in Wyk starten die bei Touristen beliebten Rundflüge über die Insel und das Wattenmeer.

Sehenswürdigkeiten in Wyk

Neben einer Vielzahl an Cafés und Restaurants bietet die Inselhauptstadt ihren Besuchern einige Sehenswürdigkeiten.

Deutschlands schönste Seepromenade mit dem malerischen Namen Sandwall befindet sich am südöstlichen Rand der Insel. Von den vielen kleinen Cafés an der Promenade haben Einheimische und Touristen einen wunderbaren Ausblick über die Nordsee.

Warnt die Bewohner vor Sturm und Feuer: der Glockenturm auf Sylt, Foto: Olaf Schulz/Fotolia.com
Der Glockenturm von Wyk. Foto: Olaf Schulz/Fotolia.com

Ein beliebtes Fotomotiv ist der 1886 erbaute Glockenturm in Wyk. Die Glocken sollten die Inselbewohner vor Sturmfluten oder Feuer warnen. Das Läuten der Glocken war auch bei ungünstigen Windverhältnissen weit über das Stadtgebiet zu hören.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Holländer-Windmühle mit dem schönen Namen „Venti Amica“, was so viel bedeutet wie Freundin des Windes. Sie wurde 1879 erbaut und diente den Seeleuten zur Orientierung. Heute befindet sich die stattliche Windmühle in Privatbesitz und ist für Besucher nicht mehr zugänglich.

Auf der Insel verstreut befinden sich mehrere mittelalterliche evangelische Kirchen aus dem 12. und 13. Jahrhundert. In Wyk steht eine der ältesten Kirchen davon: St. Nicolai im Stadtteil Boldixum. Die Kirche wird im Jahr 1240 n. Christus erstmals erwähnt. Der eindrucksvolle Altar stammt aus dem Jahr 1643.

Inmitten der Inselhauptstadt befindet sich das Dr. Carl Häberlein Museum, was auch unter dem Namen Friesenmuseum bekannt ist. Das Museum wurde 1908 erbaut. Bereits das imposante Eingangstor aus zwei riesigen Walknochen zeugt von der Geschichte der friesischen Kultur. Im Museum erhalten Interessierte Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Insel sowie über alte Versteinerungen. Weiterhin erfahren Besucher wissenswertes zur Fischerei und Jagd im Wattenmeer, zur Seefahrt und dem Walfang aus vergangenen Tagen. Darüber hinaus sind alte Steinzeitfunde von der Insel ausgestellt und es gibt allgemeine Informationen zur Volkskunde wie Bräuche, Traditionen und Sprache.

Urlaub auf der Insel Föhr

Gleich neben dem Stadtgebiet von Wyk liegt die Gemeinde Wrixum mit einer schönen Osterwindmühle. Bis 1960 war die Mühle in Betrieb und seit 1971 lädt ein Restaurant Touristen und Einheimische ein. Im Obergeschoss der Osterwindmühle finden Interessierte seit 2003 ein Museum und es finden regelmäßig Führungen durch das Gebäude statt.

Neben der St. Nicolai Kirche in Wyk befinden sich auf Föhr noch zwei weitere alte Kirchengebäude. Im Süden der Insel steht in Nieblum die evangelische Kirche St. Johannis. Sie ist die älteste und größte Kirche auf der Insel und wurde im 13. Jahrhundert fertiggestellt. Erstmals erwähnt wird die Kirche bereits um 1100 nach Christus. Der rote Backsteinbau wird auch liebevoll „Friesendom“ genannt. Der Altar stammt noch aus dem Jahre 1487.

Im Westen der Insel in Süderende liegt die schöne Kirche St.Laurentii. Urkundlich erwähnt wird die Kirche erstmals 1240 nach Christus. Bis heute wurde das Kirchengebäude regelmäßig vergrößert.

Die St. Laurentii Kirche auf Sylt, Foto: helmutvogler/Fotolia.com
Das eindrucksvolle Kirchengebäude der St. Laurentii Kirch in Süderende. Foto: helmutvogler/Fotolia.com
Geführte Wattwanderungen sind beliebt bei Besuchern, Foto: Dieter Pregizer/Fotolia.com
Wattwanderung von Föhr aus zur Nachbarinsel Amrum. Foto: Dieter Pregizer/Fotolia.com

Im Süd-Westen der Insel bei der Ortschaft Utersum befinden sich mehrere alte Hügelgräber, die aus der Bronzezeit stammen. Bereits zu dieser frühen Zeit gab es Siedler auf der Insel. Die Grabanlage kann besichtigt werden.

In Mitten der Insel liegt die Gemeinde Alkersum. Hier befindet sich das Museum Kunst der Westküste. Es wurde 2005 eröffnet und zeigt wechselnde internationale, klassische aber auch zeitgenössische Ausstellungen. Kunstliebhaber finden hier Werke rund um das Thema Meer und Küste.

Sport und Badespaß auf Föhr

Die Strände der Insel sind in verschiedene Abschnitte unterteilt. Der Strand bei Wyk beispielsweise weist in der Nähe des Flugplatzes einen von hohen Gräsern umgebenen FKK-Bereich aus. Außerdem gibt es drei Abschnitte an denen Hunde erlaubt sind. Auf allen anderen Abschnitten sind Hunde verboten und an der Promenade dürfen die Haustiere ausschließlich an der Leine geführt werden. Es gibt einen Abschnitt für sportliche Aktivitäten wie Drachenfliegen, Volleyball oder Fußball. Insgesamt zwei Surfschulen laden Wasserratten zum Surfen ein. Für Familien gibt es einen besonders ausgeschilderten Nichtraucherstrand. Strandkörbe können vor Ort gemietet werden. Auch die Strände in  Utersum und Nieblum sind in Abschnitte aufgeteilt. Wobei es immer einen besonderen barrierefreien Abschnitt gibt, zu dem Rollstuhlfahrer einfachen Zugang haben. Der Strand in Nieblum ist besonders bei Familien beliebt. Der feine Sand und der flache und breite Strand laden zum Ausruhen und Spielen ein. Viele der Strandabschnitte werden außerdem von den Rettungsschwimmern DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) überwacht.

Wenn das Wetter einmal nicht mitspielt, müssen Touristen und Einheimische trotzdem nicht auf den Badespaß verzichten. Bei einem Besuch im Aquaföhr, einem großen Wellness- und Spaßbad, kann sich die gesamte Familie erholen. Das Meerwasser aus der Nordsee wird auf angenehme 25 bis 35 Grad Celsius erwärmt. Die Besucher können aus einem breiten Angebot von Sauna, Whirlpool, Thalasso-Anwendungen, Fitnessraum und Massagen wählen. Das Wellenbad, ein extra Kinderbecken und die große Außenrutsche laden zum Toben ein.

Touristen können auf ganz unterschiedliche Weise die Insel Föhr erkunden. Besonders beliebt ist der Wanderweg zwischen Wyk und Nieblum. Der Naturlehrpfad informiert über Flora und Fauna der Insel. Empfehlenswert ist außerdem der gut ausgebaute Weg von Goting nach Hedehusum. Vorbei an den idyllischen Salzwiesen und den Vogelnestern führt der Weg durch die Godel Niederung. Die Godel ist der einzige Süßwasserfluss auf der Insel und entspringt in den Salzwiesen. Beim Inseldorf Witsum fließt er in die Nordsee.

Die einzigartige Natur erleben Besucher bei einer Wanderung durch das Watt. Ausflüge ins Wattenmeer sollten immer mit einem einheimischen Führer gemacht werden. Dieser kennt nicht nur die Tücken des Watts, sondern kann auch spannende Geschichten zu den Bewohnern erzählen. Bei einer geführten Wattwanderung von Dunsum auf Föhr nach Amrum werden rund acht Kilometer zurückgelegt. Zurück nach Föhr geht es dann mit der Fähre. In der Tourismuszentrale auf Föhr erhalten Interessierte Informationen zu den aktuellen Terminen.

Auf der Insel gibt es eine Vielzahl von Fahrradverleihern. Ob mit dem Mountainbike oder dem Tandem - Radfans stehen rund 203 Kilometer Fahrradweg zur Verfügung. Es gibt fünf ausgeschilderte Fahrradtouren auf der Insel. Die Routen im flachen Gelände sind für alle Altersklassen geeignet.

Föhr kann nicht nur mit dem Drahtesel, sondern auch auf dem hohen Ross erkundet werden. Mit rund 850 Pferden gilt die Insel als deutsche Pferdeinsel. Das Angebot der Reiterhöfe richtet sich an alle Pferdefreunde, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Ein besonderes Highlight ist ein Ausritt ins Watt.

Flora und Fauna in der „Friesischen Karibik“

Auf Föhr können Besucher die großen Wiesen mit dem herrlich blühenden Halligflieder bestaunen. Er wächst vornehmlich auf salzigen Böden. Die Pflanze hat sich diesem Leben perfekt angepasst, denn das mit dem Wasser aufgenommene Salz wird durch spezielle Drüsen wieder ausgeschieden. Ab August verwandeln die Halligflieder mit ihren violetten Blüten große Gebiete in ein leuchtendes Paradies. Das Pflücken ist verboten, denn er steht unter Naturschutz.

Zu den Blütenpflanzen gehören auch das große Seegras und das Zwergseegras. Die beiden Pflanzen wachsen als Einzige in den Überflutungsgebieten des Wattenmeeres. Das Gras dient kleinen Fischen und wirbellosen Tiere als Lebensraum. Im Jahr 1930 wurden die Seegrasbestände fast vollständig von einem Parasit vernichtet. Während der letzten Jahre hat sich der Bestand langsam wieder erholt.

Sehr beliebt bei Touristen ist ein Besuch des Robbenzentrums in Wyk. Dort bekommen Besucher einen Einblick ins Leben der Tiere. Regelmäßig finden Führungen für Kinder statt, bei denen die Kleinen mehr über die Wildtiere lernen können. In der freien Natur sind Kegelrobbe und Seehund im Wattenmeer um die Insel Föhr zu Hause. Die Kegelrobbe hat eine kegelförmige Schnauze und ist größer und schwerer wie der Seehund. Bei einer geführten Wanderung durch das Watt können einheimische Führer mehr Informationen zu den Tieren geben. Egal ob mit Führer oder alleine, Touristen sollten sich niemals den Jungtieren näheren, auch wenn diese verlassen erscheinen. Es kommt durchaus vor, dass die Muttertiere ihre Jungen erst nach einem Tag wieder abholen. Ob ein Jungtier Hilfe braucht, können nur die Experten des Robbenzentrums beurteilen.

Weitere Erwähnenswerte Wattbewohner sind Miesmuscheln. Die Muscheln haben eine tropfenförmige glatte Schale, die mit einer braunen Haut überzogen ist. Die Außenhaut bietet zusätzlichen Schutz vor Feinden. Die Tiere filtern täglich zwischen zehn bis 20 Liter Wasser. Das im Wasser enthaltene Plankton dient als Nahrung. Theoretisch filtern die Muscheln so einmal in der Woche das gesamte Wasser des Wattenmeers um Föhr.

Im Norden der Insel befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Gerade im Watt fühlen sich viele Vogelarten sicher, denn es gibt keine Büsche oder Bäume, hinter denen Feinde lauern könnten. Dafür gibt es genügen Kleintiere, die als Futter dienen. Das Wattgebiet im Norden dient vielen Vogelarten als Rastplatz und Quartier zum Überwintern.

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