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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Harz. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:
Harz, Berglandschaft, Gebirge, Brocken, Foto: ferkelraggae / Fotolia.comDie Berglandschaft des Harzes ist ein Paradies für Natur- und Wanderfreunde. Foto: ferkelraggae / Fotolia.com

Im Winter locken schneebedeckte Gipfel zahlreiche Wintersportbegeisterte an, im Sommer vergnügen sich Wanderer, Badefreunde und Kulturbegeisterte im Harz. Aufgrund ihrer beeindruckenden Landschaft erhielt die Region zu Recht Einzug in verschiedene Schriftstücke bekannter Autoren wie Goethe. Doch auch die malerischen Städtchen, die teilweise zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, sind einen Besuch wert.

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands und gleichzeitig das nördlichste Mittelgebirge der Bundesrepublik. Er gehört zu den landschaftlich abwechslungsreichsten Regionen Deutschlands und ist deshalb jährlich das Ziel vieler Touristen. Das Gebirge erstreckt sich über Teile der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. Den größten Anteil am Harz hat Sachsen-Anhalt mit den Landkreisen Harz und Mansfeld-Südharz. Im Süden erstreckt sich der Harz bis in den Landkreis Nordhausen in Thüringen und im Westen in die Landkreise Goslar und Osterode in Niedersachsen. Die größten Flüsse des Harzes sind Innerste, Oker, Bode, Wipper und Oder. 

 

Harz, Fluss, Bode, Nationalpark Harz, Foto: Heiko Küverling / Fotolia.comDie Bode fließt durch den malerischen Nationalpark Harz. Foto: Heiko Küverling / Fotolia.com

Die wichtigsten Städte im Harz

Harz, Blankenburg, Schlossplatz, Foto: dk-fotowelt / Fotolia.comDas Kleine Schloss gehört zum Schlossensemble der Stadt Blankenburg. Foto: dk-fotowelt / Fotolia.com

Im Nordwesten, an den Ausläufern des Harzes befindet sich die Stadt Bad Harzburg. Sie gehört dem Landkreis Goslar in Niedersachsen an und ist ein anerkanntes Sole-Heilbad. Die Sole-Therme verfügt über ein beheiztes Innen- und Außenbecken, eine Sauna-Erlebniswelt, einen Beauty-Bereich, einen Entspannungs-Pavillon und die Sole-Gabbro-Grotte. Die Grotte ist eine auf 60 Grad Celsius erwärmte Sauna, die ihren Namen den im Harz heimischen Gabbro-Steinen verdankt, aus denen sie gebaut ist. Neben der Therme gibt es in Bad Harzburg viele Möglichkeiten sportlich aktiv zu sein. Der Sportpark an der Rennbahn beherbergt beispielsweise verschiedene Fitnessparcours, den 18-Loch Golfplatz des Golfclubs Harz und eine Reitanlage. Für Familien und größere Gruppen ist der Hochseilpark Skyrope ein spannendes Ausflugsziel. Die bis zu zehn Meter hohen Parcours befinden sich in einer wunderschönen Lage direkt im Wald. 

Die Stadt Blankenburg liegt am Nordrand des Harzes in Sachsen-Anhalt in etwa 234 Meter Höhe. Die ältesten Siedlungsspuren der Stadt gehen bis auf die Altsteinzeit zurück. Hier gibt es viele kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört das Große Schloss, das aufgrund seiner Hügellage schon von weitem sichtbar ist. Zusammen mit dem Kleinen Schloss und den dazugehörigen Barocken Gärten bildet es das sogenannte Schlossensemble Blankenburgs. Neben den vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten gibt es in und um Blankenburg auch einige Naturschönheiten zu entdecken. Dazu gehören beispielsweise die Teufelsmauer, eine bizarre Felsformation mit mystischer Entstehungsgeschichte, oder die Sandsteinhöhlen unterhalb der Burgruine Regenstein.  

Harz, Wernigerode, Marktplatz, Foto: corbis_infinite / Fotolia.comDas historische Rathaus am Marktplatz gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Wernigerode. Foto: corbis_infinite / Fotolia.com

Braunlage ist eine der Städte mit den meisten gebuchten Übernachtungen im Harz. Grund dafür ist ihre Lage mitten im Harz. Als Luftkurort und Wintersportgebiet kommen Skifahrer und Erholungssuchende hier voll auf ihre Kosten. Braunlage liegt südlich des Brockens im Nationalpark Harz auf dem Wurmberg. Der Wurmberg zählt zu den bekanntesten und ältesten Skigebieten in Deutschland, welches in der Saison 2013/2014 noch weiter ausgebaut wurde. Auch Rodler und Langläufer finden hier beste Bedingungen. Im Sommer ist Braunlage ein gutes Ausgangsgebiet für abwechslungsreiche Wanderungen durch den Nationalpark Harz. 

Im Nordwesten des Harzes befindet sich die Kreisstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks Goslar. Die Altstadt Goslars wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Imposante Bauwerke, Kirchen und Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen, aber auch moderne Objekte von zeitgenössischen Künstlern aus der ganzen Welt gibt es hier zu entdecken. Nicht nur die Altstadt Goslars gehört zu den Weltkulturerbestätten, auch das Bergwerk Rammelsberg trägt diese Auszeichnung. Das Bergwerk liegt südlich der Stadt Goslar und ist für Besucher offen.

Nordhausen ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und liegt im thüringischen Teil des Harzes. Das Wahrzeichen der Stadt ist die hölzerne Rolandsfigur am Rathaus. Sie erinnert an den Sturz des Rates im Jahr 1375. Bekannt ist die Stadt außerdem für den Nordhäuser Dom, auch Dom zum Heiligen Kreuz Nordhausen genannt. Der Dom stammt aus der romanisch-gotischen Zeit und gilt als bedeutendstes Bauwerk Nordhausens. Den Beinamen „Zum Heiligen Kreuz“ trägt die Kirche wegen eines dort verwahrten Splitters des Kreuzes Jesu Christi.

Der offiziell als Welterbestadt betitelte Ort Quedlinburg liegt nördlich des Harzes im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Seit 1994 steht die Stadt auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Grund dafür ist die historische Altstadt mit rund 2000 Fachwerkhäusern aus acht Epochen. Die Stadt Quedlinburg ist dadurch eines der größten Flächendenkmale in Deutschland. Auch in Quedlinburg gibt es eine Rolandstatue am Rathaus. Im Vergleich zu der Holzstatue aus Nordhausen ist diese aber aus Buntsandstein gefertigt. 

Im Nordwesten des Harzes befindet sich die Stadt Seesen. Aufgrund ihrer Lage zwischen dem hügeligen Harzvorland und dem Mittelgebirge sowie wegen der günstigen Verkehrsanbindung erhielt Seesen den Beinamen „Fenster zum Harz“. Die Stadt wurde bereits im Jahr 974 erstmals urkundlich erwähnt. Die lange Geschichte von Seesen feiern die Bewohner jedes Jahr während des Sehusa-Fests. Dieses wurde nach der Sehusa-Burg benannt, in deren Nähe es stattfindet. Das Sehusa-Fest ist das größte Historienfest in Norddeutschland. Es umfasst eine Zeitspanne vom Mittelalter bis zum Rokoko. Anlässlich des Festes kleiden sich viele Bürger in stilechten Gewändern und führen historisch belegte Szenen der Stadtgeschichte mittels Tanz und Schauspiel vor. 

Als „bunte Stadt am Harz“ bezeichnet man die Stadt Wernigerode in Sachsen-Anhalt, die im Nordosten des Harzes liegt. Dieses Stadtmotto geht auf das Werk „Wernigerode: Die bunte Stadt am Harz“ (1909) des deutschen Heimatdichters Hermann Löns zurück. Darin beschrieb er den Ort ausführlich. Zu ihrem Stadtgebiet gehört auch der Brocken, mit 1142 Meter der höchste Berg Norddeutschlands. Doch nicht nur wegen der zahlreichen Wintersport- und Wandermöglichkeiten rund um den Brocken ist die Stadt ein beliebtes Ferienziel im Harz. Zahlreiche touristische Attraktionen wie die Schlossfestspiele im Wernigeröder Schloss oder das Harzmuseum locken Besucher an. Die Idylle der Stadt wird von Fachwerkhäusern geprägt, unter denen „das kleinste Haus“, „das älteste Haus“, „das schiefe Haus“ und das Rathaus am Marktplatz nur einige Sehenswürdigkeiten sind.

Wertvolle Naturlandschaft im Harz

Die einzigartige Naturlandschaft des Harzes ist besonders für Tier- und Pflanzenfreunde eine Reise wert. Am bekanntesten ist der Nationalpark Harz, der zehn Prozent der Gesamtfläche des Harzes einnimmt. Er liegt am Fuße des Brocken und erstreckt sich von Herzberg im Süden bis Bad Harzburg im Norden. Der Nationalpark Harz zählt heute zu den größten Waldnationalparks in Deutschland. Er gehört dem Netz der europäischen Schutzgebiete „Natura 2000“ an, welches sich für den Lebensraum von gefährdeten Pflanzen- und Tierarten einsetzt.

Eine dieser gefährdeten Tierarten ist der Luchs. Nachdem er im frühen 19. Jahrhundert im Harz als ausgerottet galt, beschlossen die Verantwortlichen im Jahr 1999, den Luchs erneut in diesem Gebiet anzusiedeln. Besucher können die scheuen Raubkatzen heute in einem Schaugehege beobachten. Ein besonderes Highlight ist die öffentliche Luchsfütterung. Neben den Luchsen bietet der Harz auch Wildkatzen ein Zuhause. Sie gelten in Deutschland als vom Aussterben bedroht, verfügen aber im Harz über eine stabile Population. Weitere wichtige Tierarten im Nationalpark Harz sind das Rot- und Rehwild. Mit etwas Glück können Besucher die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

 

Harz, Nationalpark, Waldlandschaft, Foto: ohenze / Fotolia.comIn den tieferen Regionen des Nationalparks Harz herrschen Buchenwälder vor. Foto: ohenze / Fotolia.com
Harz, Nationalpark, Luchs, Foto: mopsgrafik / Fotolia.comDas Markenzeichen des Luchses sind seine Pinselohren. Foto: mopsgrafik / Fotolia.com

Die Pflanzenwelt des Nationalparks ist ebenfalls interessant. Die verschiedenen Höhenstufen sorgen nämlich für unterschiedliche Vegetationen. Auf den zwei höchsten Vegetationsstufen ab 750 Meter Höhe wachsen viele uralte Fichten. Nicht selten sind sie über 250 Jahre alt und haben durch den Wind bizarre Formen angenommen. Ab 1050 Meter Höhe findet man zusätzlich verschiedene, für den Naturschutz wertvolle Hochmoore. In den tiefer gelegten Gebieten unter 750 Meter herrschen dagegen Buchenwälder vor. 

Neben dem Nationalpark Harz gibt es drei Naturparks im Harz. Der Verband Deutscher Naturparke (VDN) bezeichnet sie als „großräumige Naturlandschaften von besonderer Eigenart und Schönheit“. In allen Naturparks findet man ausgedehnte Wälder mit einer großen Vielfalt an Flora und Fauna, wilde Flüsse und Wasserfälle, malerische Stauseen und zahlreiche Wanderwege. Darüber hinaus liegt in Sachsen-Anhalt das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Ein Teil des bekannten Karstwanderweges führt durch das Reservat. Auf dem Karstwanderweg gibt es zahlreiche Naturschönheiten wie die Barbarossahöhle, den Juessee, Moorlandschaften wie die Teufelsbäder und vieles mehr zu entdecken. Insgesamt ist der Karstwanderweg 233 Kilometer lang und führt durch die drei Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Harz, Harzer Käse; Foto: photocrew / Fotolia.comEine der bekanntesten Spezialitäten der Region ist der Harzer Käse. Foto: photocrew / Fotolia.com

Für alle die gerne wandern und trotzdem Wert auf Erholung und Entspannung legen, ist der Harzer Baudensteig das Richtige. Auf sechs Etappen können Wanderer nicht nur die landschaftliche Schönheit der Region bewundern, sondern auch die kulinarischen Spezialitäten entdecken. Auf dem Weg befinden sich viele Waldgaststätten und kleine Herbergen, die oft als „Bauden“ bezeichnet werden. Typisch für die Harzregion sind Wildspezialitäten, Harzer Käse und Forellen, die in den Oberharzer Teichen oder in Flüssen wie Oker und Bode beheimatet sind. Außerdem gibt es im Harz einige traditionelle Braustuben und Schnapsbrennereien, beispielsweise die Klosterbrennerei Wöltingerode. Hier können Besucher die barocke Klosterkirche besichtigen und an einer Brennereiführung mit anschließender Verkostung teilnehmen. Damit Verbraucher erkennen, welche Produkte aus dem Harz stammen und qualitativ hochwertig sind, gibt es die Regionalmarke „Typisch Harz“. Sowohl Nahrungsmittel als auch handwerkliche Produkte können mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden. 

Freizeitaktivitäten im Harz

Neben den zahlreichen Wander- und Wintersportmöglichkeiten kommen im Harz auch Badeurlauber auf ihre Kosten. Teilweise einsam, mitten im Wald gelegen haben rund 50 Schwimmteiche im Oberharz einen ganz besonderen Reiz. Diese gehören zur Oberharzer Wasserwirtschaft, die seit 2010 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Die Stauteiche und Wassergräben wurden als technisches System für den Silberbergbau von Bergleuten ausgehoben. Ohne die Wasserkraft der insgesamt acht Millionen Kubikmeter fassenden Teiche wäre der Silberbergbau im Harz nie von so hoher wirtschaftlicher Bedeutung gewesen. Wer gerne einmal in dem Kulturdenkmal von Weltrang schwimmen möchte, kann das beispielsweise am Kuttelbacher Teich, am Oberen Hausherzberger Teich oder am kleinen Okerteich tun. 

Als echter Geheimtipp gelten die Gewässer des Harzes auch für Taucher. Im Sundhäuser See können sie zwischen versenkten Kutterwracks auf Schatzsuche gehen. An der Okertalsperre kommen auch geübte Taucher auf ihre Kosten. Das anspruchsvolle Tauchgebiet ist bis zu 40 Meter tief und als so genanntes Schwarzwasser ab einer Tiefe von 20 Meter komplett dunkel. 

Harz, Okertalsperre, Oberharzer Wasserwirtschaft, Okerstausee, Foto: Hans Peter Denecke / Fotolia.comMit einer Wasseroberfläche von über zwei Quadratkilometern ist der Stausee an der Okertalsperre einer der größten im Harz. Foto: Hans Peter Denecke / Fotolia.com
Harz, Bergwerk, Rammelsberg, Foto: Joachim Opelka / Fotolia.comDas Bergwerk Rammelsberg gehört mit seinen Außenanlagen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Foto: Joachim Opelka / Fotolia.com

Das Wirtschaftsleben und Landschaftsbild des Harzes wurde etwa 3000 Jahre lang durch den Bergbau bestimmt. Doch diese Zeiten sind vorbei: Das letzte Bergwerk im Harz, die Grube „Wolkenhügel“ bei Bad Lauterberg wurde 2007 eingestellt, weil sie wirtschaftlich nicht mehr rentabel war. Heute können Besucher an vielen Orten Bergwerke und Bergbaumuseen besichtigen, wie beispielsweise am Rammelsberg. Der Rammelsberg gilt als eine der größten zusammenhängenden Erzlagerstätten der Welt, in der 1000 Jahre lang Bergbau betrieben wurde. Touristen können hier den 200 Jahre alten Roeder-Stollen besichtigen und mit einer Grubenbahn zu den modernen Maschinen des Bergbaus fahren. 

Eine Besichtigung des circa 800 Jahre alten, in Handarbeit geschaffenen Rathstiefsten-Stollen ist ebenfalls möglich. Teilnehmer dieser abenteuerlichen, vierstündigen Tour müssen mindestens 16 Jahre alt und körperlich fit sein. Bei teils tiefer Dunkelheit und tröpfelndem Wasser können sich Besucher auf die Spuren jahrhundertalter Arbeit begeben. Für alle die es ruhiger aber dennoch nicht langweilig mögen, gibt es in den Übertageanlagen am Rammelsberg vier Museen zum Thema Geschichte und Kultur im Unterharz. 

Sagen, Mythen und literarische Werke

Harz, Brockenhexe, Foto: Henry Czauderna / Fotolia.comDie Brockenhexen gelten als Markenzeichen des Harzes und sind ein beliebtes Urlaubssouvenir. Foto: Henry Czauderna / Fotolia.com

Wie bei kaum einem anderen Ort in Deutschland verdichten sich rund um den Harz Sagen und Mythen um vergangene oder übersinnliche Geschehnisse. Er gilt als Ort der Hexen und der teuflischen Aktivitäten. Fast jede Stadt und jedes Dorf in der Region kann zu diesem Mythos eine Geschichte beitragen. Andere Sagen berichten von einem mächtigen, unterirdisch lebenden Berggeist und von heimtückischen Zwergen, die in Höhlen im Harz wohnen. Auch die alten Kaisersagen um beispielsweise Friedrich Barbarossa oder Heinrich IV. tragen zu der reichen Sagengeschichte des Harzes bei.

Auf dem Harzer Hexenstieg, einem Fernwanderweg, der sich durch den gesamten Harz von Osterode über den Brocken bis nach Thale zieht, können Touristen neben der Natur und den geologischen Besonderheiten die märchenhafte und mystische Seite des Harzes kennenlernen. 

Auch zahlreiche Schriftsteller wie Goethe, Schiller, Leibniz, Novalis und Heine suchten und fanden im Harz Inspiration. Goethe beispielsweise bestieg den Brocken und besuchte das Bergwerk Rammelsberg. In seinem „Faust“ verewigte er den Brocken als Veranstaltungsort einer Walpurgisnacht. Besonders bekannt ist außerdem der Reisebericht von Heinrich Heine mit dem Titel „Die Harzreise“. Seine Wanderung durch das Harz kann noch heute auf dem „Heinrich-Heine-Weg“ nachempfunden werden. Für die Schriftsteller der Romantik wurde der Harz zur sagenumwobenen, heimatlichen Sehnsuchtslandschaft. So bezeichnete beispielsweise Novalis das Gebirge als „Muttergebürg, welchem die andere Schar wie das Laub entspross.“ 

Die Geschichte des Harzes

Forscher nehmen an, dass die Neandertaler schon vor rund 250.000 Jahren im Harz lebten und jagten. In der Einhornhöhle im Südharz konnten Werkzeuge der Neandertaler nachgewiesen werden, die etwa 100.000 Jahre alt sind. Vor circa 40.000 Jahren wanderten die Vorfahren der Menschen von Afrika nach Europa und auch in das Gebiet des Harzes ein und verdrängten die Neandertaler. In der Bronzezeit, bis zum 3. Jahrhundert vor Christus, siedelten sich die Kelten rund um den Harz an, bevor sie von den Germanen vertrieben wurden. Archäologische Untersuchungen lassen darauf schließen, dass im Harz schon in der Bronzezeit Bergbau betrieben wurde. Die ungewöhnlich starken Siedlungsaktivitäten sind auf die Lage des Gebirges und den Reichtum an Naturschätzen wie Holz, Wasser, Pflanzen, Rohstoffen und Wild zurückzuführen. Die Siedlungsgeschichte setzt sich in der Eisenzeit, der Römerzeit, der Völkerwanderungszeit und dem Mittelalter fort. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Harz durch den Ausbruch der Pest weitgehend entvölkert. Erst Anfang des 16. Jahrhunderts erfolgte eine organisierte Neubesiedelung der Bergbaugebiete im Oberharz.

Übrigens: Der mittelhochdeutsche Name des Harzgaus, „Hartingowe“, wurde 814 erstmals in einer Urkunde des Kaisers Ludwig des Frommen erwähnt. Die Einwohner des Harzgaus wurden laut einer Quelle aus dem Jahr 852 als „Haruden“ bezeichnet. „Harud“ bedeutet Wald oder Waldgebirge. Aus diesem Wort entwickelte sich schließlich der heutige Name „Harz“. 

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