Leipzig - Ferienwohnung & Ferienhaus

Finden Sie Ihre Ferienwohnung in Leipzig bequem auf der Karte.
Jetzt Kartensuche starten

Gratis App für Sie!

Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Leipzig. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:

Leipzig ist mit 550.000 Einwohnern die größte Stadt im Bundesland Sachsen. Zusammen mit dem 32 Kilometer entfernten Halle beheimatet der Ballungsraum gut 1,1 Millionen Menschen. Durch die lange Tradition des Buchdrucks und Handels haben sich auch heute zahlreiche Autoren und Schriftsteller, Druckereien und Verlage in der Stadt niedergelassen. Die Bücherstadt ist außerdem für ihre Musiker bekannt. Johann Sebastian Bach und Felix Mendelsohn Bartholdy haben viele Jahre ihres Lebens in Leipzig verbracht.

Der Braunkohleabbau in der Region hat die Umwelt und Natur in der Region lange Zeit stark belastet. Seit der Wende jedoch wurde immer mehr Wert auf Umweltschutz und die Modernisierung der alten Fabrikanlagen gelegt. Heutzutage gehört Leipzig mit seinen unzähligen Grünanlagen und Parkflächen zu einer der grünsten Städte Deutschlands.

Die Messestadt erkunden

Als Messestadt blickt Leipzig auf eine lange Geschichte zurück. Zwei bekannte Handelswege trafen dort aufeinander: Die Via Regia, die von Paris Richtung Nowgorod verlief, und die Via Imerii, die von den norwegischen Bergen nach Rom führte. So entwickelte sich bereits im 12. Jahrhundert ein reges Geschäft auf den Märkten Leipzigs mit Gütern aus ganz Europa. Kaiser Maximilian I. ernannte die Handelsmärkte zu Reichsmessen und machte die Stadt somit zu den ältesten Messestädten der Welt.

Das heutige Messegelände befindet sich im Norden von Leipzig. Fünf Ausstellungshallen mit jeweils gut 20.000 Quadratmetern Fläche bieten ausreichend Platz für Events aller Art. Hinzu kommt die eindrucksvolle Glashalle, die knapp 240 Meter lang, 80 Meter breit und 28 Meter hoch ist. Das Kongresszentrum und ein 70.000 Quadratmeter großes Freigelände ergänzen den Messestandort. Jedes Jahr finden hier rund 40 Messen, 100 Kongresse und zahlreiche weitere Veranstaltungen und Konzerte statt.

Leipzig, Glashalle, Messe, Buchmesse, Foto: Marcel Schauer/fotolia.com
Die Glashalle gehört zum Messegelände in Leipzig. Foto: Marcel Schauer/fotolia.com

Die bekannteste Messe der Stadt ist die Buchmesse. Jedes Jahr im März treffen sich Autoren, Händler und Leseratten in Leipzig, um Branchenneuigkeiten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Nach Frankfurt ist die Leipziger Buchmesse die zweitgrößte Messe dieser Art in Deutschland. Erstmals fand die Publikumsmesse bereits im 17. Jahrhundert statt. 2016 kamen fast 200.000 Besucher in die Messehallen um sich von den über 2.000 Ausstellern inspirieren  zu lassen. Weitere große Messen in Leipzig sind die Auto Mobil International, die Modell-Hobby-Spiel, die Haus-Garten-Freizeit und die Touristik & Caravaning International Leipzig.

Typisch Leipzig

Leipzig ist als Buch- und Literaturstadt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Bereits im Jahr 1481 gab es die erste Druckerei in der Stadt. Am 1. Juli 1650 erschien zudem die weltweit erste Tageszeitung in Leipzig. Heute haben sich zahlreiche große Verlage und über 100 Autoren in der Stadt niedergelassen. Die Schreibkunst wird in der Stadt gefördert: Das deutsche Literaturinstitut, welches zur Universität von Leipzig gehört, bietet angehenden Schriftstellern ein Studium im Bereich „literarisches Schreiben“ an. Außerdem ist Leipzig für das größte Literaturfest Europas bekannt. Es heißt „Leipzig liest“ und findet zeitgleich mit der Leipziger Buchmesse statt. An teils ungewöhnlichen Orten können die Zuhörer spannenden Lesungen lauschen. Ein breites Angebot an Themengebieten macht das Lesefest so erfolgreich. Zusätzlich wird der Gutenberg-Preis seit 1959 jährlich Persönlichkeiten oder Einrichtungen verliehen, die sich durch die Förderung der Buchkunst auszeichnen.

Nach den napoleonischen Kriegen zwischen 1803 und 1815 wollten die Stadtväter Leipzig vor Bettlern und Steuereintreibern schützen. Die eigentlich reiche Stadt servierte ihren Gästen hauptsächlich das Gemüsegericht Leipziger Allerlei, das aus Erbsen, Karotten, Spargel, Morcheln, Blumenkohl und Kohlrabi besteht. Flusskrebs, Krebsbutter und Semmelklöße gehören zu diesem klassischen Gericht ebenfalls dazu. Besucher von außerhalb sollten so den Eindruck bekommen, dass die Bürger der Stadt in ärmlichen Verhältnissen leben und es hier nichts zu holen gibt. Noch heute ist das Leipziger Allerlei Beilage zu vielen Gerichten.

Bei Bierliebhabern ist die Leipziger Gose sehr bekannt. Das Bier mit dem säuerlichen Geschmack hat eine lange Geschichte. Im Kloster Ilsenburg im Jahr 1332 wurde die Biersorte erstmals urkundlich erwähnt. Durch die Zugabe von Kochsalz und Koriander erhält es seinen typischen Geschmack.

Sehenswertes in Leipzig

Wegen seiner langen und traditionsreichen Geschichte hat Leipzig seinen Einwohnern und Besuchern viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eines der Wahrzeichen im Südosten der Stadt ist das Völkerschlachtdenkmal. Es wurde 1913 eingeweiht und soll an die Völkerschlacht vom Oktober 1813 vor den Toren der Stadt erinnern. Soldaten aus Russland, Preußen, Österreich und Schweden kämpften gegen die Truppen Napoleons. Während der drei Tage gab es mehr als 100.000 Tote und Verletzte. Das Denkmal ist 91 Meter hoch und bis zur Aussichtsplattform sind es 500 Stufen. In der beeindruckenden Ruhmeshalle stehen vier über neun Meter hohe Statuen und in der Decke sind 324 lebensgroße Reiter zu sehen.

Leipzig, Völkerschlachtdenkmal, Foto: LianeM/fotolia.com
Ein Wahrzeichen von Leipzig ist das Völkerschlachtdenkmal. Foto: LianeM/fotolia.com

Bei großen und kleinen Gästen ist das Panometer beliebt. Der frühere Gasometer wurde zum Ausstellungsort umgebaut. Das große 360 Grad Panoramabild im Panometer wird zusätzlich durch eine Ausstellung ergänzt. Bis 2015 wurde das Thema „Leipzig nach der Völkerschlacht“ dargestellt. Seitdem können Besucher die Korallen und Fische des Great Barrier Reefs bestaunen und ab 2017 zeigt die riesige Leinwand das Wrack der Titanic. 

Die Mädlerpassage ist ebenfalls sehenswert. Sie befindet sich in der Innenstadt Leipzigs. Die prachtvolle Ladenpassage wurde 1911 vom Lederfabrikant Mädler gekauft, der die bestehenden Gebäude abreißen und ein Messehaus bauen ließ. Heute befinden sich in der Passage rund 20 kleine Läden und Cafés sowie Büroräume und ein Kabarett im Obergeschoss. Im Untergeschoss befindet sich das weit über die Stadt hinaus bekannte Weinlokal „Auerbachs Keller“. Bereits im 16. Jahrhundert war das Kellerrestaurant ein beliebter Treffpunkt. Seine Berühmtheit erlangte Auerbachs Keller durch Johann Wolfgang von Goethe, der während seines Studiums in Leipzig von 1765 bis 1768 hier oft verkehrte. Hier fand der Dichter und Schriftsteller Inspirationen für sein wohl berühmtestes Werk „Faust. Eine Tragödie“. Das Buch zählt bis heute zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur.

Leipzig, Auerbachs Keller, Mädlerpassage, Goethe, Faust, Foto: ArTo/fotolia.com
Das Weinlokal Auerbachs Keller in der Mädlerpassage hat eine lange Tradition. Foto: ArTo/fotolia.com

Das Alte Rathaus der Stadt Leipzig ist das älteste Gebäude am zentral gelegenen Marktplatz der Stadt. Das mächtige Gebäude dominiert noch heute das Stadtbild. Es entstand, weil Mitte des 14. Jahrhunderts Stadtschreiber, Archiv, Verwaltung und alle wichtigen Ämter in einem Haus untergebracht werden sollten. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude immer wieder erweitert. Die letzten großen Renovierungsarbeiten endeten im Jahre 1909. Seitdem befinden sich in dem eindrucksvollen Gebäude das staatsgeschichtliche Museum und ein Restaurant. Im Museum werden Dokumente und Objekte vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit zur Stadtgeschichte von Leipzig ausgestellt. Regelmäßige Wochenmärkte sowie der Oster- und Weihnachtsmarkt und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen finden während des ganzen Jahres am großen Marktplatz vor dem Rathaus statt.

Die Alte Börse in Leipzig ist eines der ältesten Barockgebäude der Stadt und diente als Handelsbörse und Versammlungsgebäude. Im Jahr 1678 beschlossen 30 Kaufleute den Bau von neutralen Räumen zum Abschluss von Handelsgeschäften. 1687 wurde das imposante Gebäude fertiggestellt. Während des Zweiten Weltkrieges brannte die alte Handelsbörse jedoch völlig aus, sodass sie zwischen 1955 und 1962 restauriert werden musste. Heute finden in der Alten Börse Konzerte, Vorlesungen und Tagungen statt. Auch für private Feierlichkeiten können die großen Räume gebucht werden. Seit 1886 trägt das Gebäude den Zusatz „Alte“, denn ein neues Börsengebäude mit mehr Platz wurde erbaut.

Leipzig, Thomaskirche, Johann Sebastian Bach, Foto: F.Seidel/fotolia.com
Die Thomaskirche in Leipzig war Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach. Foto: F.Seidel/fotolia.com

Eine der beliebtesten Leipziger Sehenswürdigkeiten ist die Nikolaikirche. Sie liegt zentral in der Innenstadt Leipzigs und ist die größte Kirche der Stadt. Das eindrucksvolle Kirchengebäude wurde 1165 im romanischen Stil erbaut und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert. Das Gotteshaus war ein Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR im Jahr 1989. An der Südseite befindet sich ein Hufeisen in einer Einbuchtung im Stein. Es gibt unzählige Gerüchte und Erzählungen, die das Eisen betreffen. Einer Sage zufolge gehörte das Hufeisen dem Pferd des heiligen Georg und ging während eines Kampfes mit dem Drachen verloren.

Die zweite große Kirche in Leipzig ist die Thomaskirche. Sie ist vor allem als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchors berühmt. Zur Gründung des Thomanerchores im Jahr 1212 begann der Umbau der älteren Marktkirche zur Stiftskirche des neuen Thomasklosters. Nach zahlreichen Umbaumaßnahmen wurde die Kirche aber erst im Jahr 1496 vom Merseburger Bischof Thilo von Trotha eingeweiht. Seit 1950 befindet sich das Grab von Johann Sebastian Bach in der Kirche. Ein Highlight für Touristen sowie Einheimische sind die regelmäßigen Konzerte des Thomanerchors und des Gewandhausorchesters.

Leipzigs Museen besuchen

Leipzig bietet eine Vielzahl von interessanten Museen und wechselnde Ausstellungen für Kunst- und Kulturbegeisterte. Das Mendelsohn Haus war beispielsweise die letzte Privatadresse des begabten Musikers. Im Haus erhalten Besucher einen Einblick in sein Leben und umfangreiche Informationen zu seinen Werken. Jeden Sonntag um 11 Uhr findet ein Konzert im Haus statt.

Beliebt ist auch das Museum in der Runden Ecke. Im Gebäude befand sich 40 Jahre lang der Sitz der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, kurz Stasi. Die Räume wurden möglichst originalgetreu erhalten und vermitteln auch heute noch ein bedrückendes Gefühl. Die Museumsausstellung erklärt die Arbeitsweise und Geschichte der Stasi. Besucher sehen dort gefälschte Stempel, Wanzen und viele weitere Artefakte der damaligen Spionage-Behörde

Wer sich für Musik, Kunst und Kultur interessiert, ist im Grassimuseum richtig. Es befindet sich in einem großen Gebäudekomplex am Johannisplatz und beinhaltet insgesamt drei unterschiedliche Museen:

  • Im Museum für Musikinstrumente finden Besucher eine der größten Instrumentensammlungen der Welt vor. Insgesamt sind Instrumente aus fünf Jahrhunderten Musikgeschichte zu sehen. Im Klanglabor können sich kleine und große Künstler ausprobieren.
  • Das Museum für Völkerkunde bietet einen umfangreichen Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Völker rund um den Erdball. Unter den gut 200.000 Exponaten sind Fundstücke aus der ganzen Welt.
  • Im Museum für angewandte Kunst können Besucher über 90.000 Ausstellungsstücke bewundern. Das Kunsthandwerk von der Antike bis in die Gegenwart wird ausführlich dargestellt. Unter den Exponaten befinden sich unter anderem Keramiken, Goldarbeiten, Skulpturen aus Holz und Stein, Münzen, Möbel und eine Textilsammlung.

Stadt der Musik

Weltweit bekannt ist der Leipziger Thomanerchor. Der Knabenchor wurde im Jahr 1212 gegründet und fördert noch heute musikalisch begabte Jungen aus ganz Deutschland. Von 1723 bis zu seinem Tod im Jahr 1750 war Johann Sebastian Bach Dirigent des Chors. Die Jungen im Alter zwischen neun und 18 Jahren proben nicht nur miteinander, sondern verbringen auch ihren Alltag im Internat zusammen. Wöchentlich finden Konzerte und Aufführungen in der Thomaskirche in Leipzig statt, bei denen jedes Mal zahlreiche Besucher den eindrucksvollen Gesang genießen. Highlights für die Jugendlichen sind sicherlich die jährlichen Konzertreisen, die den Chor auch in weit entfernte Länder bringt.

Neben dem Thomanerchor ist das Gewandhausorchester aus Leipzig international bekannt. Das Sinfonieorchester besteht aus 185 Berufsmusikern und ist damit das weltweit größte Berufsorchester seiner Art. Seinen Namen hat das Orchester 1781 bekommen. Der Dachboden des Gewandhauses in Leipzig wurde damals zum Konzertsaal umgebaut und diente dem Orchester als Spielort.

Leipzig, Gewandhausorchester, Gewandhaus, Foto: @ Stadt Leipzig
Die Heimat des Gewandhausorchesters in Leipzig. Foto: @ Stadt Leipzig

Leipzig bietet für Musikfans zahlreiche Festivals und Konzerte. Das Think-Festival beispielsweise lockt jedes Jahr mehrere Tausend Besucher an. Es findet regelmäßig am letzten Sonntag im Juli am Nordufer des Cospudener Sees statt. Techno- und Housemusik-Fans kommen bei diesem eintägigen Festival voll auf ihre Kosten. Mit über 20.000 Besuchern ist das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig das weltweit größte Treffen der Szene. Das Festival findet seit 1992 jedes Jahr am Pfingstwochenende statt. Die verschiedenen Eventlocations sind über die ganze Stadt verteilt. Ein weiteres Festival-Highlight ist das Live & Laut. Es findet jedes Jahr im Täubchenthal im Westen Leipzigs statt. Auf vier Bühnen im Innen- und Außenbereich spielen Musiker, Bands und DJs alles – von Indie, Pop bis hin zu Hip Hop. Das zweitägige Festival bietet ein breites Rahmenprogramm mit Artisten, Workshops und gemütlichen Plätzen zum Relaxen und Entspannen.

© Immowelt AG 2018   ® Marktplatz für Ferienhäuser und Ferienwohnungen

Feedback abgeben