Ostfriesland - Ferienwohnung & Ferienhaus

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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Ostfriesland. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:
Wiese, Strandkorb, Watt, Drache, Ostfriesland, Foto: Martina Grimme/Fotolia.com
Grüne Wiesen, hübsche Strandkörbe, das Wattenmeer und ein stetiger Wind – das ist Ostfriesland. Foto: Martina Grimm/Fotolia.com

An der Nordseeküste im nordwestlichen Deutschlands liegt Ostfriesland. Die Region verspricht wohltuende Entspannung in der Natur, historische Hafenstädte und spannende Aktivitäten. Neben dem Festland umfasst die Region auch die bewohnten Ostfriesischen Inseln Baltrum, Borkum, Juist, Langeoog, Norderney und Spiekeroog. Zwischen den Inseln und dem Festland erstreckt sich das weite Wattenmeer, welches Urlauber immer wieder von Neuem begeistert. Auf dem Festland gewähren ursprüngliche Strände und grüne, unbewaldete Flächen eine herrliche Sicht auf das Meer und das Landesinnere.

Typisch Ostfriesland

 

Gesundes Klima

Das Klima in Ostfriesland ist warm-gemäßigt mit stetigem, kräftigem Westwind. Die Sommer sind warm, aber durch den andauernden Wind nicht drückend heiß. Nur selten werden Temperaturen über 30 Grad Celsius erreicht. Da die Wassermassen der Nordsee die Wärme der Sommermonate speichern, ist es in Ostfriesland im Herbst lange warm. Die Winter sind mild und feucht. Aufgrund des maritimen Klimas ist Schnee in dieser Region äußerst selten. Umso häufiger ist besonders in den Hochmooren des Festlands mit dichtem Nebel zu rechnen. Das konstant milde Klima bildet mit dem Wind und der feuchten, salz-, ozon- und jodreichen Luft ein Reizklima, das zur Heilung diverser Krankheiten beiträgt.

 

Plattdeutsche Sprache

Etwa die Hälfte der Bewohner der Region spricht neben Hochdeutsch ostfriesisches Platt. Platt ist nicht nur ein einfacher Dialekt des Hochdeutschen, sondern eine niederdeutsche Sprache mit eigener Grammatik. Die Vokabeln sind am Deutschen, Englischen, Französischen und Niederländischen angelehnt. Die Ostfriesen bezeichnen ihre Heimat als Oostfreesland.
In der Region begrüßen sich die Einheimischen mit einem „Moin“. Vermutlich leitet sich der Gruß aus dem plattdeutschen "Mojen Daag" (Schönen Tag) ab. „Moin“ ist nicht nur ein umgangssprachlicher Morgengruß, sondern findet zu beinahe jeder Tageszeit Verwendung. Auch Fremde begrüßen sich mit einem beherzten „Moin“.

Krabben auf Brot, Ostfriesland, Foto: PhotoSG/Fotolia.com
Die Krabben der ostfriesischen Krabbenbrote stammen aus der Nordsee. Foto: PhotoSG/Fotolia.com

Wat op’n Disch kummt – So speisen die Ostfriesen

Ostfriesland ist aufgrund seiner Lage auch in kulinarischer Hinsicht eng mit der Nordsee verbunden. Fisch und Meeresfrüchte sind daher allgegenwärtig. Leckere Fischbrötchen gibt es nicht nur beim Imbiss am Strand, sondern auch im Restaurant. Typisch ostfriesisch ist zudem das Krabbenbrot mit echten Nordseekrabben.
Fisch kommt außerdem geräuchert oder im Backteig mit Remoulade auf die Speisekarte.

Die ostfriesische Küche ist herzhaft und nahrhaft. Nicht nur von der See, sondern auch vom Land gibt es einige Leckereien in Ostfriesland. Besonders in der Wintersaison ist Grünkohl beliebt und wird beispielsweise mit Hafergrütze zu Kasseler und Pinkelwürsten gegessen. Nicht mehr so häufig anzutreffen ist die ostfriesische Buttermilchsuppe (Kārmelkbräj). Die leicht säuerliche Suppe ist mit Graupen versetzt, wodurch sie eine sämige Konsistenz bekommt. Im Handel werden Varianten mit Vanille oder Früchten angeboten.
Auch Süßes kommt im Ostfriesland nicht zu kurz. Eine wohlschmeckende Nachspeise sind die Klütje, Hefeteigklöße mit Vanillesoße oder einem süßen Fruchtspiegel. Zum Jahreswechsel backen die Ostfriesen Neejohrkoken. Das sind dünne Waffelkekse mit Zimt.
Nicht nur im Winter, sondern zu jeder Jahreszeit trinken die Ostfriesen Tee. Mehrmals täglich heißt es: „Eerstmal en Koppke Tee!“ (Erstmal eine Tasse Tee). Der dunkle Tee wird traditionell mit Zucker (Kluntje) und Sahne serviert.

winterliche Moorlandschaft in Ostfriesland, Foto: Nordreisender/Fotolia.com
Auch im Winter hat das Moor in Ostfriesland seinen Reiz. Foto: Nordreisender/Fotolia.com

Die Ostfriesische Landschaft und das Wattenmeer

 

Weite, grüne Flächen zeichnen das ostfriesische Landesinnere aus. Nur kleine Wäldchen wachsen auf dem sonst flachen Land. Ausgedehnte Wälder, steile Berge und selbst größere Hügel sucht man vergebens. Die höchste Erhebung auf dem Festland ist eine etwa 18 Meter hohe Wanderdüne im Naturschutzgebiet Hollsand bei Uplengen. Die endlose Weite des dünn besiedelten Ostfrieslands wird durch Windräder unterbrochen, welche vom stetigen Meereswind angetrieben werden.

Imposante Moorgebiete sind ebenfalls typisch für die Region. Besonders im Süden Ostfrieslands finden sich große Moorflächen. In den Hochmooren sollte man der Natur und der eigenen Sicherheit zuliebe stets auf den ausgewiesenen Wegen bleiben. Früher lagen in den Moorgebieten über hundert Binnenseen, die „Meere“ genannt wurden. Heute gibt es davon nur noch etwa ein Dutzend. Einer von ihnen ist das „Ewige Meer“ südlich von Aurich. Es ist der größte Hochmoorsee Deutschlands und steht unter Naturschutz. Das Wasser ist durch seine geringe Tiefe von zwei bis drei Metern sehr nährstoffarm. Deshalb ist dort nur wenig Leben möglich. Der angelegte Bohlenweg erlaubt eine sichere Erkundung des Ewigen Meeres.

Nahe von Uplengen liegt ein weiteres Moor: das große Stapeler Moor. Bis in die 1990er Jahre wurde dort Torf abgebaut. Heute ist es Teil des EU-Schutzgebietes Natura 2000. Das Moor lässt sich auf einem 2008 fertiggestellten Rundwanderweg erkunden. Zur Einrichtung gehört die Nachbildung eines alten Bohlenwegs, der das Moor ab dem 8. Jahrhundert vor Christus begehbar machte. Schautafeln informieren über die Pflanzen- und Tierwelt des Stapeler Moors. Im Frühjahr beispielsweise quaken im Stapeler Moor die Moorfrösche um die Wette. Im Sommer durchschwirren Libellen die weite Moorlandschaft. Der Weg ist das ganze Jahr über begehbar.

Grachten in Emden, Ostfriesland, Foto: hanseat/Fotolia.com
Durch die größte Stadt Ostfrieslands ziehen sich malerische Grachten. Foto: hanseat/Fotolia.com

Die ostfriesische Küstenlandschaft wartet mit wunderschönen Stränden und Dünenlandschaften auf. Zwischen dem Festland und den vorgelagerten Inseln erstreckt sich ein ausgedehnter Wattbereich, der sich im Rhythmus der Gezeiten verändert. Das Wort Watt stammt vom altfriesischen Wort wad für „seicht, untief“ ab. Die seichten Wattflächen in der Nordsee fallen durch Ebbe zweimal täglich trocken. Dabei fließt das Wasser durch tiefe Ströme (Priele) ab. Anschließend wird es mit der Flut auch zweimal wieder überschwemmt. Das seichte Watt ist nicht nur den Launen der Gezeiten, sondern auch großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Im Sommer heizt sich das Watt unter der Sonne stark auf, während es im Winter gelegentlich gefriert.

Obwohl das Wattenmeer als Biotop seinen Bewohnern eine hohe Anpassungsfähigkeit abverlangt, sind dort einige Pflanzen- und Tierarten heimisch. Neben unzähligen Brutvögeln nutzen rund zehn Millionen Zugvögel im Oktober das Watt als Raststätte. Dort legen sie einen Zwischenstopp ein, um anschließend mit frischer Energie weiter nach Süden zu ziehen. Nachdem der Bestand von Seehunden und Robben in der Nordsee durch Jagd gefährdet war, sind heute wieder viele Vertreter der putzigen Säugetiere vor Ostfrieslands Küsten anzutreffen.

Ostfrieslands historische Städte


Die größte Stadt in Ostfriesland ist Emden. Eine weitläufige Fußgängerzone und ein schönes Hafenbecken im Zentrum der Stadt laden zu einem Besuch ein. Bei einer Hafenrundfahrt lernt man den Emder Hafen – einer der bedeutendsten Häfen Deutschlands – kennen.
Besonders bei Sonnenschein ist eine geführte Tour über die Emder Grachten zu empfehlen. Wer die Stadt lieber auf eigene Faust erkundet, mietet sich ein Tret- oder Ruderboot und fährt selbst die gemütlichen Grachten entlang. Das Emder Grachtensystem zieht sich auf etwa 150 Kilometer Länge durch die Stadt.
Die Seehafenstadt an der Emsmündung ist Geburtsort der beiden Komiker Karl Dall und Otto Waalkes. Letzterem ist ein eigenes Museum gewidmet: das Otto Huus. Langeweile ist in dem kleinen Museum Fehlanzeige. Kuriose Requisiten aus den Ottofilmen und witzige Filmausschnitte bringen die Museumsbesucher zum Lachen. Überall im Museum begegnet man Waalkes‘ Comic-Figuren, den Ottifanten. Das Otto Huus ist nicht zu verfehlen, denn eine große, witzige Ottifantenfigur hat es sich auch vor der Haustüre bequem gemacht: Sie lugt aus dem Mauerwerk des Eckhauses nahe dem Seehafen.

der alte Hafen in Wittmund, Ostfriesland, Foto: Martin Lehotkay/Fotolia.com
Der Museumshafen von Carolinensiel bietet einen malerischen Anblick. Foto: Martin Lehotkay/Fotolia.com

Auch sonst verfügt Emden über eine breit gefächerte Museenlandschaft. So wird es Urlaubern bei schlechtem Wetter nicht langweilig. Das Ostfriesische Landesmuseum im Emder Rathaus zum Beispiel informiert über die Geschichte der Stadt Emden und der gesamten Region Ostfriesland. Das Bunkermuseum Emden erzählt in 26 Räumen eines Hochbunkers die Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit.

Aurich (Auerk) war im Laufe der Jahrhunderte Sitz ostfriesischer Adliger und der Verwaltung der Region. Aus diesem Grund bezeichnet sich Aurich als heimliche Hauptstadt Ostfrieslands. Heute ist Aurich die zweitgrößte ostfriesische Stadt. Sie wird von der Wasserhauptschlagader Ostfrieslands, dem Ems-Jade-Kanal, durchzogen. Im kleinen Stadthafen starten Ausflugsschiffe in die Region. Somit ist Aurich ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in Ostfriesland.
Die Stadt selbst begeistert vor allem mit ihrem historischen Ortskern. Um die Schönheit der Stadt zu bewahren, stehen viele Gebäude unter Denkmalschutz. Ein Wahrzeichen Aurichs ist das Pingelhus. Das ostfriesisch-plattdeutsche Wort „Pingelhus“ bedeutet übersetzt so viel wie Glockenhaus. Es diente früher als Hafenwärter- und Speditionsgebäude am alten Hafen, der an dieser Stelle heute nicht mehr existiert. Bei einem Spaziergang durch die historische Fußgängerzone mit modernen Geschäften sollte man die abzweigenden Nebenstraßen nicht auslassen, wo man schöne Gebäude findet.
Seit 1990 steht der 25 Meter hohe Sous-Turm prominent auf dem Marktplatz. Der Turm des Künstlers Albert Sous erhitzt bis heute die Gemüter. Einige sehen in ihm ein großartiges Kunstwerk; Andere meinen, dass das futuristische Bauwerk aus Stahl und Plexiglas nicht zum historischen Stil Aurichs passt.
An warmen Tagen lockt es Besucher und Bewohner Aurichs in die Natur rund um die Stadt. Nahe der Stadt liegt neben dem Ewigen Meer das Naherholungsgebiet Aurich-Tannenhausen. Ein Baggersee sorgt dort im Sommer für Erfrischung.


Das Städtchen Norden (Nörden) ist die nordwestlichste Stadt auf dem deutschen Festland. Seit 1979 ist Norden ein staatlich anerkanntes Nordseebad. Im Ortsteil Norddeich lockt ein heller, feinsandiger Strand mit sanften Dünen und urigen Strandkörben Urlauber an. In Norddeich gibt es außerdem Fährverbindungen zu den Inseln Norderney und Juist.
Bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Ausflug in das Erlebnisbad Ocean Wave von Norden. In dem Hallenschwimmbad lässt es sich herrlich im Meerwasser schwimmen oder in der Saunalandschaft entspannen. Kinder können sich im Strömungskanal austoben.

Hautnah kommt man der Nordsee und ihren Bewohnern auch in der Seehundstation Norddeich. Tierpfleger ziehen auf der Station verwaiste Kegelrobben und Seehunde auf und bringen sie nach erfolgreicher Pflege wieder zurück ins Meer. Besucher erfahren dort Wissenswertes über den Schutz der Meeressäuger und gewinnen Einblicke in das Leben der putzigen Gesellen. Wenige Kilometer entfernt in Norden-Osterloog zeigt das zur Seehundstation gehörige Waloseum die Welt der Delphine und Wale in einer interaktiven Ausstellung. Diese erklärt unter anderem die Strandungen von Walen vor der Norder Küste und das Zusammenspiel der Gezeiten. Meerwasseraquarien offenbaren den Besuchern weitere Einblicke in das vielfältige Meeresleben.
Das Alte Rathaus beherbergt heute das Ostfriesische Teemuseum. Das Museum bietet Hintergrundinformationen zur Teekultur Ostfrieslands: Vom Anbau der Pflanzen, der Verarbeitung der Teeblätter bis hin zum Genuss des schmackhaften Tees im typisch ostfriesischen Porzellangeschirr.


In Wittmund gibt es viele altehrwürdige und geschichtsträchtige Gebäude zu entdecken. Die Stadt ist dünn besiedelt, durch die Eingemeindung einiger Ortschaften allerdings flächenmäßig sehr groß. Eine solche Ortschaft ist das Nordseeheilbad Carolinensiel-Harlesiel, der schon im 18. und 19. Jahrhundert einen der größten Handelshäfen der Nordseeküste besaß. Der damalige Hafen ist heute als Alter Hafen oder Museumshafen bekannt. Mittlerweile werden dort viele Feste und Veranstaltungen abgehalten. Im Winter ist dort beispielsweise der schwimmende Weihnachtsbaum eine stimmungsvolle Attraktion.
Heute gibt es außerdem zwei weitere Häfen in Carolinensiel-Harlesiel. Am Außenhafen stechen die Krabbenkutter in See. Außerdem legen dort Ausflugsschiffe zur Insel Wangerooge und zu den Seehundbänken ab. Am Yachthafen Carolinensiel-Harlesiel ankern elegante Segelschiffe und Motoryachten.
Das Hafen-Trio lässt sich fußläufig bequem besichtigen. Am Fluss Harle entlang führt eine autofreie Promenade, die am Museumshafen startet und am Yachthafen endet. Von der Außenschleuse hinter dem Yachthafen gelangt man zum Außenhafen. Ganz in der Nähe liegt der Flughafen Harlesiel. Dort starten Rundflüge und Flüge zu den nahe gelegenen Inseln.  

Seehundbank bei Norderney, Ostfriesland, Foto: Stefan Richter/Fotolia.com
Rund um die Ostfriesischen Inseln lassen sich Seehunde und Robben auf Sandbänken nieder, wie hier auf Norderney. Foto: Stefan Richter/Fotolia.com

Die Ostfriesischen Inseln – Ruheinseln in der Nordsee

 

Das Wattenmeer und die darin liegenden Ostfriesischen Inseln gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Inseln vor dem ostfriesischen Festland sind erdgeschichtlich relativ jung. Sie haben sich durch die Kräfte von Wind und Gezeiten gebildet und werden noch heute davon beeinflusst. Durch die Gezeiten tragen die Wasserströme auf den Westseiten der Inseln Land ab, während sie im Osten Sand ablagern. Dadurch bewegen sich die Inseln stetig gen Osten. Deutlich sichtbar ist das an der heutigen Lage der alten Inseldörfer, die vormals zentral gelegenen Dörfer befinden sich mittlerweile größtenteils auf der westlichen Inselseite.
Besucher Ostfrieslands sollten die Schmuckstücke im Meer nicht auslassen. Die der offenen Nordsee zugewandten Sandstrände und die gemütlichen Friesendörfer sind ein idealer Platz zum Ausspannen. Allerdings sind die Preise auf den Inseln zumeist etwas teurer als auf dem Festland. Baltrum, Langeoog, Norderney, Spiekeroog und Wangerooge sind bei Ebbe vom Festland aus fußläufig erreichbar.

DasNordseeheilbad Borkum ist die größte der Ostfriesischen Inseln. Der Autoverkehr auf der Insel ist stark eingeschränkt. Bewohner und Besucher bewegen sich am liebsten mit dem Drahtesel fort. Deshalb gibt es dort zahlreiche Fahrradverleihe. Ein interessantes Ausflugsziel ist das Heimatmuseum Dykhus in der Nähe des Alten Leuchtturms. Das Museum zeigt unter anderem das Leben der Inselbevölkerung in früheren Zeiten und Objekte aus der Welt der Meeresbewohner. Der nur hundert Meter entfernte Alte Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert diente bis 1879 als Seezeichen und außerdem als Kirchturm.


Auch Juist ist ein anerkanntes Nordseeheilbad und praktisch autofrei. Nur wenigen Personen wie Ärzten und der Feuerwehr ist das Autofahren erlaubt. Die üblichen Fortbewegungsmittel sind Pferdekutschen oder Fahrräder. Juist ist mit 17 Kilometern die längste der Ostfriesischen Inseln. Auf ihr gibt es zwei Orte: den in Westdorf und Ostdorf unterteilten Hauptort sowie das Loog. Viele Besucher zieht es wegen des malerischen, feinsandigen Strands auf die Insel. Der weiße Strand von Juist lockt nicht nur sonnenhungrige Badegäste an: Am Strand und auf dem Deich treffen sich auch Drachenflieger in ausgewiesenen Bereichen, um den Wind der Nordsee zu nutzen. Sowohl beim Hauptort als auch nahe des Loogs gibt es Drachenstrände, wo man sich in der Luftakrobatik üben oder andere Leute beim Drachensteigen beobachten kann. Der Segelhafen ist darüber hinaus ein beliebter Platz zum Windsurfen. Anfänger können dort einen Kurs machen. Auch Kitesurfen wird auf Juist immer beliebter.

Auf Norderney (Nörderneei) gibt es ebenfalls nur wenige private Autos, dafür aber insgesamt sechs Buslinien. Durch die Busse, Taxis und Pferdekutschen ist es ein Leichtes, sich auf dem Nordseeheilbad Norderney fortzubewegen. Viele Besucher kommen in erster Linie zum Entspannen in das Nordseeheilbad, doch auch zum Segeln ist die Insel für Einsteiger und Fortgeschrittene ideal. Außerdem ist die Infrastruktur Norderneys vielfältig und das Nachtleben der Insel kann sich sehen lassen.
Das Fahrradnetz im mittleren Teil der Insel ist sehr gut ausgebaut. Aber Achtung: Im Ostteil Norderneys ist Radfahren nicht erlaubt, da dieser zur Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer gehört. Die Ostküste lohnt dennoch einen Besuch: Im Jahr 1967 strandete dort ein Muschelbagger. Sein Wrack ist noch heute sichtbar. Von der Ostküste aus bietet sich außerdem ein schöner Blick auf die Nachbarinsel Baltrum sowie eine Seehundkolonie.

Das kleine Baltrum ist nicht nur eine auto-, sondern auch eine fahrradfreie Zone. Aufgrund der Größe der Insel ist alles gut zu Fuß zu erreichen. So genießen Urlauber herrliche Spaziergänge, ohne von Autos oder Fahrrädern gestört zu werden. Auf Baltrum gibt es keine Straßennamen. Stattdessen sind die Häuser nach ihrem Entstehungsdatum durchnummeriert. Die Nummerierung ist nicht an das Gebäude, sondern den Bauplatz gebunden ist. Deshalb kommt es vor, dass neue Häuser, die auf alten Grundstücken errichtet wurden, eine niedrige Hausnummer tragen.


Eine weitere autofreie Insel istLangeoog. Allerdings verkehren zu Lieferzwecken Elektrokarren auf der Insel. Fahrradfahren ist auch hier eine beliebte Fortbewegungsmöglichkeit. Da es zahlreiche Verleihstationen gibt, können sich Besucher problemlos spontan ein Fahrrad mieten.
Badeurlauber kommen auf Langeoog bei jedem Wetter in den Genuss des Meeres. Bei schönem Wetter lässt es sich im Strandkorb am Strand oder im kühlen Nass entspannen. Bei trübem Wetter ist der Wasserspaß im Meerwasser-Schwimmbad garantiert. Das Spaßbad besitzt unter anderem ein Wellenbad, eine Riesenrutsche für Kinder und einen Saunabereich. Die schönen Wege auf Langeoog eignen sich hervorragend zum Joggen und Nordic Walking. Der Sport lässt sich gut mit dem Thalasso-Angebot verbinden. Langeoog ist als Thalasso-Nordseeheilbad bekannt. Neben klassischen Thalasso-Therapien gibt es solche mit regionalen Essenzen wie Sanddorn oder Strandflieder.


Spiekeroog ist die ruhigste, aber auch teuerste Nordseeinsel. Da Autos auf der Insel nicht gestattet sind und Fahrräder wegen der engen Straßen ebenfalls nicht erwünscht sind, ist Spiekeroog insbesondere für kleine Kinder geeignet. Diese können auf der Insel ungestört spielen. Spiekeroog ist sehr naturnah: Die Insel ist von Dünen und kleinen Wäldchen geprägt. Durch die Dünenlandschaft führen verschlungene Spazierwege, wo Sitzbänke Ort zum Verschnaufen bieten. Der Osten der Insel ist ein Naturschutzgebiet. Im Norden befindet sich der saubere und feinsandige Hauptstrand Spiekeroogs. Die Natur der Insel lässt sich besonders schön auf dem Pferderücken erkunden. Für Anfänger werden Reitkurse angeboten. Ebenfalls mit Pferden reist man in der historischen Pferdebahn. Diese verbindet das Dorf mit dem Westend am Weststrand.

Schafe vor dem Pilsumer Leuchtturm in Ostfriesland, Foto: greenpapillon/Fotolia.com
Der Pilsumer Leuchtturm ist wegen seiner auffälligen Farbgebung schon von Weitem zu erkennen. Foto: greenpapillon/Fotolia.com

Sehenswertes in Ostfriesland

 

Das ostfriesische Festland besitzt neben den vielen schönen Städtchen auch eine Vielzahl an interessanten Orten.
Eine kuriose Sehenswürdigkeit ist der Schiefe Turm von Suurhusen. Der etwa 27 Meter hohe Kirchturm hat am Dachfirst einen Überhang von fast zweieinhalb Metern. Mit einer Neigung von fast 5,2 Grad ist er schiefer als der berühmte Schiefe Turm von Pisa und sogar das (unbeabsichtigt) schiefste Gebäude der Welt.
Der Turm wurde 1450 an eine bis dahin turmlose Kirche angebaut. Durch ein Absinken des Grundwasserspiegels begann das vorher in Wasser konservierte Eichenholzfundament des Turms zu modern. Ende des 19. Jahrhunderts machte sich der Überhang des Turmes erstmals bemerkbar. Da sich der Turm immer weiter neigte, mussten er und die Kirche zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Seit den 1980er Jahren ist die Kirche wieder in Betrieb. Dank aufwändiger Sanierungsarbeiten gilt das Gebäude nun als sicher. Ein weiteres Absinken des Turms konnte aufgehalten werden.

Ein weiterer Turm ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Ostfrieslands: der Pilsumer Leuchtturm. Durch seinen gelb-rot geringelten Anstrich ist er ein tolles Fotomotiv. Wegen seines auffälligen Aussehens diente der Leuchtturm bereits als Kulisse für den Kinofilm von Otto Waalkes.
Bei einer Gästeführung durch den Turm erfahren Besucher Wissenswertes zu seiner Geschichte und zum Deichbau.

Urlaubern, die mehr über das Leben der Ostfriesen lernen wollen, empfiehlt sich das Freilichtmuseum Moordorf. Es befindet sich etwa sechs Kilometer westlich von Aurich und stellt das harte Leben und Arbeiten der Siedler in den Moorgebieten dar. Die Gebäude des Museums sind originalgetreue Nachbauten der ärmlichen Behausungen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert.

Stop der Friesischen Mühlentour in Ostfriesland, Foto: Svenja Kauer/Fotolia.com
Einträchtig stehen die Greetsieler Zwillingsmühlen nebeneinander. Foto: Svenja Kauer/Fotolia.com

Aktiv in Ostfriesland

 

Die flache Landschaft Ostfrieslands eignet sich hervorragend für entspannte Spaziergänge und einfache Wanderungen. Nur auf Schusters Rappen kann man die Deichkronen, trocken gefallenes Watt und weite Sandstrände genießen. Wanderer, die durch Dünen-, Moor- und Wattlandschaften laufen, sollten wasserdichte Wanderschuhe oder – für kurze Wanderungen – Gummistiefel einpacken.
Für Inlineskater bietet Ostfriesland optimale Bedingungen. In der Region gibt es vor allem vor und hinter dem Deich zahlreiche glatt asphaltierte Wege ohne große Steigungen. Mühelos lässt sich so die einzigartige Landschaft erkunden.
Auch Radfahrer kommen voll auf ihre Kosten. Ostfriesland verfügt über ein außergewöhnlich gut ausgeschildertes Wegenetz, das großes Radvergnügen verspricht. Insgesamt über 3.300 Kilometer Fahrradwege durchziehen die Region. Wo sich Radwege kreuzen, geben Armwegweiser Auskunft über Fahrtrichtung und zurückzulegende Entfernung bis zum Ziel. An wenig übersichtlichen Stellen informieren Tabellenwegweiser schon vor der Kreuzung über den weiteren Verlauf der Route.


Eine zentrale Radroute, die von West nach Ost quer durch Ostfriesland führt, ist der Ems-Jade-Weg. Der Weg folgt über 70 Kilometer von Emden über das Auricher Schlossgelände, am Ewigen Meer vorbei bis nach Wilhelmshaven größtenteils am Kanal entlang. Der Ems-Jade-Kanal wurde 1888 als Verbindung zwischen den Seehäfen Emden und Wilhelmshaven gebaut, um die höher liegenden Hochmoore zu entwässern. Die Wegbeschaffenheit der Route ist vielfältig: Gepflasterte Wege wechseln sich mit unbefestigten Feldwegen ab. Nur selten fährt man auf der Landstraße. Schön sind auch die Streckenabschnitte, die direkt am Kanalufer entlang führen. Dort können Radler vorbeifahrende Schiffe beobachten. Ein weiteres Highlight sind die historischen Schleusen und Brücken der Wasserstraße, die teilweise noch heute von Hand bedient werden. Besonders für Kinder ist es interessant, die Schleusenwärter bei ihrer Arbeit zu beobachten. Ansonsten verspricht die Tour vor allem Entspannung und Ruhe.


Eine weitere lohnende Radtour ist die Friesische Mühlentour. Auf rund 250 Kilometern passiert man wichtige Städte wie Norden, Aurich, Greetsiel und Emden. Dabei kommt man an den großen Sehenswürdigkeiten wie dem Pilsumer Leuchtturm oder dem Pingelhus vorbei. Die eigentliche Besonderheit dieses Radwanderwegs ist, dass Radfahrer auf der Strecke über 40 ostfriesischen Windmühlen begegnen. Unter den Mühlen befinden sich Galerieholländer- sowie seltene Bockwind-, alte Koker- und kleine Fluttermühlen.
Die Bockwindmühlen sind der älteste Windmühlentyp Europas. Sie dienten zum Mahlen von Getreide. Die Koker- und Fluttermühlen wurden zur Trockenlegung von Feuchtgebieten genutzt. Besonders bekannt sind die Greetsieler Zwillingsmühlen. Die beiden roten und grünen Zwillinge waren ehemals Bockwindmühlen, wurden aber nach Sturm- und Brandschäden als Galerieholländer wieder aufgebaut. Galerieholländer sind große Windmühlen, mit einem umlaufenden Balkon, der Reparaturarbeiten an den riesigen Flügeln ermöglicht.
In einigen der Mühlen entlang der Route haben sich Gaststätten und Läden eingerichtet. Auf dem Weg gibt es außerdem zahlreiche Rastplätze mit Schutzhütten sowie Hinweisschilder, die nützliche Informationen zur Region bereitstellen.

Wattwanderung mit Wattführer in Ostfriesland, Foto: Henry Czauderna/Fotolia.com
Eine Wattwanderung macht man am besten mit einem ausgebildeten Wattführer, der die Launen der ostfriesischen Gezeiten kennt. Foto: Henry Czauderna/Fotolia.com

Besucher Ostfrieslands sollten sich eine Wattwanderung nicht entgehen lassen. Durch den Gezeitenwechsel präsentiert sich das Watt zu jeder Tageszeit unterschiedlich. Aber Vorsicht: Auch wenn das Watt friedlich und harmlos erscheint, ist es besser, die Wanderung nicht auf eigene Faust zu machen. Besonders bei Wetterumschwüngen kann sich dichter Nebel über dem Watt bilden. Irrt ein Ortsunkundiger dann ohne Orientierung im Watt umher, kann die zurückkommende Flut lebensgefährlich werden. Deshalb ist es ratsam, das Watt gemeinsam mit einem ausgebildeten Wattführer zu erkunden. Dieser kann die Gefahren einschätzen und Interessantes über Flora und Fauna erzählen. 

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