Sylt - Ferienwohnung & Ferienhaus

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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Sylt. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:
Leuchtturm auf Sylt. Foto: Jenny Sturm/Fotolia.com
Sylter Leuchtturm in List, der nördlichsten Gemeinde Deutschlands. Foto: Jenny Sturm/Fotolia.com

„Die Königin der Nordsee“ – so wird Sylt auch genannt. Diesen Namen trägt die etwa 40 Kilometer lange Insel zu Recht. Aus vielen Gründen ist die nördlichste Insel Deutschlands etwas ganz Besonderes. Ihre ungewöhnliche Form, der schöne Sandstrand, der sich über die komplette Westlänge der Insel zieht, die reetgedeckten Friesenhäuser zwischen Heide-Tälern und Dünen sowie der Nationalpark Schleswig Holsteinisches Wattenmeer sind nur einige Beispiele. Kein Wunder, dass Dichter, Urlauber, Fotografen und Künstler in gleichem Maße von der Insel schwärmen. 

Sylt gehört zum Landkreis Nordfriesland in Schleswig Holstein. Sie ist die größte deutsche Insel in der Nordsee und befindet sich vor der Küste Dänemarks und Schleswig Holsteins. Auf der Insel leben 21.190 Einwohner. Nördlich von Sylt liegt die dänische Insel Rømø, südöstlich die deutschen Inseln Amrum und Föhr

Seit 1927 ist Sylt durch den Hindenburgkamm mit dem deutschen Festland verbunden. Er dient ausschließlich dem Bahnverkehr und ist Teil der sogenannten Marschbahn, die von Hamburg nach Westerland fährt. Mit der Marschbahn gelangen Urlauber auch mit ihrem PKW auf die Insel.  Der Sylter Flughafen befindet sich nahe der Hauptstadt Westerland. Es ist der Flughafen mit der zweithöchsten Passagierzahl in Schleswig Holstein. Gerade in den Sommermonaten wird er mehrmals täglich von vielen deutschen Großstädten aus angeflogen. 

Sylt ist besonders als Ferienort und Treffpunkt für Reiche und Prominente bekannt. Als Grund dafür gelten vor allem die legendären Jetset Partys von Gunter Sachs und seiner Gattin Brigitte Bardot in den sechziger Jahren. Auf Sylt gibt es aber Hotels und Ferienwohnungen für jeden Geldbeutel. Durch die Vielfältigkeit der Insel kommen hier sowohl Sportfans und Glamoursuchende als auch Wellnessurlauber auf ihre Kosten. 

Die wichtigsten Orte auf Sylt

Friesenhaus auf Sylt. Foto: Wilm Ihlenfeld/Fotolia.com
Die traditionellen Reetdachhäuser prägen das Bild von Sylt. Foto: Wilm Ihlenfeld/Fotolia.com

Archsum ist mit nur etwa 300 Einwohnern das kleinste Dorf der Insel. Es liegt circa sechs Kilometer südöstlich von Westerland und erstreckt sich auf eine Fläche von 679 Hektar. Bis zum Bau des Nössedeichs im Jahr 1938 wurde der Ort immer wieder von Sturmfluten heimgesucht. Zum Schutz bauten die Bewohner deshalb ihre Häuser auf aufgeschüttete Erdhügel, die man Warften nennt. Bei vielen Häusern ist das heute noch zu sehen. Seit 1961 ist Archsum ein Luftkurort. Besucher schätzen hier besonders die Ruhe sowie die ländliche Idylle. Die Salzwiesen entlang der Deiche laden zu ausgedehnten Wanderungen oder Radtouren ein. 

Hörnum befindet sich am südlichsten Zipfel der Insel. Besucherliebling ist die weibliche Kegelrobbe „Willi“, die seit 1991 regelmäßig in das Hafenbecken von Hörnum schwimmt, wo Touristen sie mit Heringen füttern. Ebenfalls beliebt sind die Führungen auf den Leuchtturm von Hörnum. In 33,5 Metern Höhe können Besucher einen Ausblick über die nordfriesische Inselwelt genießen. 

Kampen gilt als der Luxus-Hotspot der Insel. Besonders bekannt ist die Designer-Shoppingmeile Strönwai, die auch „Whiskey-Meile“ genannt wird. Der kleine Ort hat sich aber dennoch seinen dörflichen Charme erhalten. Die wenigen Straßen werden meist von reetgedeckten Häusern gesäumt und an vielen Ecken blühen die pinken Sylter Rosen. Weltweit einzigartig ist, dass Luxusboutiquen ihre Markenwaren in traditionellen Reetdachhäusern verkaufen.

Morsum Kliff auf Sylt. Foto: Oliver Hirte/Fotolia.com
Die bis zu 20 Meter hohe Gesteinsformation Morsum Kliff ist einzigartig in Europa. Foto: Oliver Hirte/Fotolia.com

Direkt am Watt liegt der malerische Ort Keitum. Früher war Keitum die Hauptstadt der Insel. Durch das mildere Klima auf der Wattseite sowie durch die vielen Alleen und alten Baumbestände ist Keitum als „grüner Ort“ der Insel bekannt. Der historische Stadtkern beherbergt die Seefahrerkirche St. Severin aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche ist das älteste mittelalterliche Gebäude der Insel. Sie wurde im Laufe der Jahre ständig erweitert und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sylts. Gottesdienste finden dort jeden Mittwoch statt und Führungen werden donnerstags angeboten. 

List ist die nördlichste Gemeinde Deutschlands und deshalb Mitglied des sogenannten Zipfelbunds. Zusammen mit Oberstdorf, Selfkant und Görlitz bilden sie jeweils die äußersten Punkte Deutschlands im Norden, Süden, Westen und Osten.
In List gibt es die deutschlandweit einzige Austernzucht. Die Auster trägt den Namen „Sylter Royal“ und wird schon seit den 1920er Jahren an deutsche Restaurants und Feinkostläden versandt.
Ein touristisches Highlight des Ortes ist das Erlebniszentrum „Naturgewalten Sylt“. Dort können Besucher Ausstellungen zu den Themen Wetterereignisse, Leben in Watt und Dünen, Küstenschutz und erneuerbare Energien ansehen.

Morsum ist Sylts östlichster Ort mit etwa 1100 Einwohnern. Auf einer Länge von 1800 Metern erstrecken sich dort bis zu zwanzig Meter hohe Gesteinsformationen, bekannt unter dem Namen Morsum Kliff. Dank der eiszeitlichen Verschiebung können Besucher dort die in verschiedenen Farben strahlenden Erdschichten bewundern, die normalerweise unter der Erde ruhen. Das Kliff ist einzigartig in Europa. Die Naturschutzgemeinschaft Sylt e.V. bietet täglich Führungen am Morsum Kliff an.
Einige Bewohner Morsums sprechen bis heute den  friesischen Dialekt der Insel Sylt „Sölring“ . Auch die Tradition des Ringreitens wird dort heute noch gepflegt. Bei diesem Wettkampf treten die acht Ringreitervereine der Insel an. Hoch zu Ross galoppieren sie auf einen Messingring zu, der in der Luft hängt und kaum einen Zentimeter Durchmesser hat. Wer ihn mit seiner Lanze aufspießt, gewinnt Punkte für sein Team. 

Das Rantum Becken auf Sylt. Foto: AW photography/Fotolia.com
Das Rantumbecken ist eines der artenreichsten Vogelschutzgebiete in Norddeutschland. Foto: AW photography/Fotolia.com

Das kleine Dorf Munkmarsch liegt an der Wattmeerküste im Osten der Insel. Vor dem Bau des Hindenburgkamms 1927 war der Hafen von Munkmarsch das Tor zu Sylt. Damals erreichte man die Insel nur auf dem Seeweg. Heute ist aus dem ehemaligen Fährhaus am Hafen ein Luxushotel mit Restaurant geworden.
Besucher, die sich gerne einmal im Surfen versuchen möchten, finden in der geschützten Bucht bei Munkmarsch günstige Bedingungen und eine Surfschule. 

Rantum ist Heimat des legendären Kultrestaurants „Sansibar“. Aus der einstigen Bretterbude, in der man Currywurst kaufen konnte, wurde ein weithin bekannter Hotspot für Promis wie Thomas Gottschalk, Günter Netzer und Dieter Bohlen. Dem Gastronom Herbert Seckler gelang damit eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Doch Rantum ist mehr als nur das berühmte „Sansibar“. Der kleine Rantumer Hafen bietet beispielsweise einen einzigartigen Blick auf das Wattenmeer. Direkt an ihn angrenzend befindet sich das Rantumbecken. Es ist eines der artenreichsten Vogelschutzgebiete in Norddeutschland und wird jährlich von vielen Ornithologen aus ganz Deutschland besucht, um die über 50 Vogelarten zu beobachten.

In direkter Nachbarschaft zur Hauptstadt Westerland liegt der Ort Tinnum. Er eignet sich deshalb besonders für Urlauber, die die Nähe zur Stadt suchen, aber trotzdem Ländlichkeit lieben. Vor allem für Familien und Tierfreunde hat Tinnum viel zu bieten. Der Tierpark von Tinnum beherbergt mehr als 400 heimische und fremdländische Tiere auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern. Mehrere Reitställe bieten Urlaubern die Möglichkeit, den Sylter Strand auf dem Rücken der Pferde zu entdecken.
Kulturelles Highlight des Ortes ist die Tinnum Burg. Die acht Meter hohe, kreisförmige Wallanlage hat einen Durchmesser von 120 Metern und wurde in etwa um die Zeit Christi Geburt erbaut.

Idyllisch zwischen Weststrand und Wattenmeer liegt die Doppelgemeinde Wenningstedt-Braderup. Der Ortsteil Wenningstedt liegt dabei an der Westküste, der Ortsteil Braderup östlich am Wattenmeer. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei 18-Loch Golfplätze. Während Könner durch den Wind eine neue Herausforderung finden, können Anfänger Golf-Schnupperkurse belegen.
Das neue Kurhaus am Kliff bietet seit Anfang des Jahres 2015 viele Cafés, Geschäfte, Wellness- und Fitnessstudios sowie eine Touristen Information.

Der Strand von Westerland auf Sylt. Foto: blende40/Fotolia.com
Am Strand von Westerland gibt es etwa 3.000 Strandkörbe. Foto: blende40/Fotolia.com

Der größte Ort und gleichzeitig die Hauptstadt von Sylt ist Westerland. Der acht Kilometer lange Sandstrand von Westerland lädt zu ausgedehnten Spaziergängen oder zum Entspannen in einem der 3.000 Strandkörbe ein. Ende September findet dort der internationale „Windsurf Weltcup Sylt“ statt, bei dem die besten Windsurfer der Welt in den Disziplinen Wave, Freestyle und Slalom gegeneinander antreten.
Das lebendige Zentrum der Stadt liegt zwischen Bahnhof und Strand. Dort gibt es viele Shopping- und Ausgehmöglichkeiten sowie moderne Hotels und Ferienwohnungen. Beliebt und bekannt ist auch das Freizeitbad Sylter Welle. Hier gibt es einen Rutschenturm mit drei aufregenden Rutschen, ein Wellenbecken, einen Strömungskanal und ein Außenbecken mit Blick auf die Nordsee. 

Das Sylter Wattenmeer – Leben im Wechsel der Gezeiten

Wattenmeer auf Sylt. Foto: Thorsten Schier/Fotolia.com
Das Sylter Wattenmeer gehört zum UNESCO Weltnaturerbe. Foto: Thorsten Schier/Fotolia.com

Zwischen Den Helder in den Niederlanden und dem dänischen Esjberg erstreckt sich das größte Wattgebiet der Welt. Ein Teil davon ist das Sylter Wattenmeer, das als UNESCO Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde. Als Watt bezeichnet man Flächen, die sich in der Gezeitenzone befinden, also innerhalb von 24 Stunden zweimal trocken werden und zweimal überfluten. In dieser Zone leben viele Pflanzen- und Tierarten, die sich an den Wechsel der Gezeiten angepasst haben. Tatsächlich bietet das Wattenmeer mehr Tieren ein Zuhause als der Urwald. Muscheln, Krebse, Würmer, Algen und viele andere leben hier, meist in Tiefen bis zu 40 Zentimetern, da sie die ständig wechselnden klimatischen Bedingungen durch Ebbe und Flut sonst nicht überleben könnten. 

Bei einem Urlaub auf Sylt ist eine Wattwanderung ein Muss. Vor Alleingängen wird allerdings gewarnt, denn durch den Gezeitenwechsel steht die Naturlandschaft manchmal überraschend schnell wieder unter Wasser. Zu jeder Jahreszeit werden deshalb Führungen mit erfahrenen Sylter Wattführern angeboten. Besonders schön ist die Wattwanderung, wenn man sie barfuß unternimmt, vorsichtshalber können Urlauber auch Gummistiefel ausleihen. Zum Sylter Wattenmeer gehören aber nicht nur das eigentliche Watt, sondern auch die angrenzenden Strände, Dünen und Salzwiesen. Für Urlauber gibt es zahlreiche Möglichkeiten diese einzigartige Naturlandschaft des Wattenmeers zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

In Hörnum eröffnete 2013 die Nationalpark-Austellung „Arche Wattenmeer“, in der sowohl Erwachsene als auch Kinder die Vielfalt und Lebendigkeit der Nordsee kennenlernen können. Die rund 800 Quadratmeter große Ausstellung befindet sich im Gebäude der ehemaligen katholischen St. Josefs Kirche. Zentrum der Ausstellung ist eine Holzarche, die auf die Vielfalt des Lebens in der Nordsee hinweist. Das Leitbild der „Arche Wattenmeer“ heißt „Schöpfung bewahren, Verantwortung übernehmen“ und soll auf die Notwendigkeit hinweisen, den Lebensraum Wattenmeer zu schützen. Besucher können in vielen Aquarien verschiedenste Meeresbewohner, vom Einsiedlerkrebs bis zum Seestern, bewundern. Auf zahlreichen Schautafeln erfahren Urlauber außerdem Wissenswertes zum Thema Wattenmeer und zu seinen Bewohnern. 

Sehenswürdigkeiten auf Sylt

Das Rote Kliff auf Sylt. Foto: blende40/Fotolia.com
Von der Uwe Düne blickt man auf das Rote Kliff zwischen Kampen und Wenningstedt. Foto: blende40/Fotolia.com

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Sylt ist das größte begehbare Steingrab Schleswig-Holsteins Denghoog. Das Grab befindet sich unter einem bewachsenen Hügel und ist deshalb auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es bereits 5.000 Jahre alt. Wie die Menschen es damals schafften, eine Anlage dieser Größe zu erbauen, ist bis heute ein Rätsel. Insgesamt besteht das Grab aus zwölf Tragsteinen, drei Decksteinen, zwölf Randsteinen und zwei Türsteinen im Gang. Im Jahr 1868 wurden dort Überreste einer menschlichen Leiche sowie Schmuck und Werkzeuge gefunden. Man geht davon aus, dass der Denghoog zeitweise als Platz für Hinrichtungen diente. 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die höchste Erhebung der Insel, die Uwe Düne. Mit einer Höhe von 52,5 Metern wird sie im Umkreis von 40 Kilometern von keiner anderen natürlichen Erhebung überragt. Die Uwe Düne liegt circa einen Kilometer westlich des Ortskerns von Kampen und 300 Meter östlich der Steilküste Rotes Kliff. Auf den Gipfel der Uwe Düne gelangt man über eine Holztreppe mit 110 Stufen, die in den 20er Jahren gebaut wurde. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur dänischen Insel Rømø und zum deutsch-dänischen Festland. 

Das nahegelegene Rote Kliff ist eine etwa 30 Meter hohe Steilküste, die südlich des Parkplatzes „Risgap“ in Wenningstedt beginnt und in Höhe des Hauses „Kliffende“ an der Kampener Westheide endet. Für Schifffahrer diente die einzigartige Steilküste jahrhundertelang als Erkennungszeichen der Insel Sylt. Der rostrote Lehm, dem das Kliff seinen Namen verdankt, entstand durch die Oxidation von eisenhaltigen Bestandteilen. Wer einen unvergesslichen Sonnenuntergang erleben möchte, ist hier richtig. Wenn die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf das Rote Kliff fallen, leuchtet dieses in einem besonders intensiven Rot und bietet einen einmaligen Anblick. Vor Ort werden geologische Führungen angeboten, die über die Entstehung des Kliffs und dessen Gefährdung durch Erosion und Sturmfluten aufklären. 

Vergängliche Schönheit

Tetrapoden zum Küstenschutz auf Sylt. Foto: Konrad Weiss/Fotolia.com
Mit Hilfe von Betonpfeilern, die Tetrapoden genannt werden, versuchte man die Küsten vor Erosion zu schützen. Foto: Konrad Weiss/Fotolia.com

Die Insel Sylt existiert in ihrer heutigen Form erst seit etwa 400 Jahren, auch wenn sie bereits im Jahr 1141 diesen Namen trug und als Insel bezeichnet wurde. Damals gelangte man bei Ebbe allerdings noch trocken ans Festland. Durch die Sturmflut „Große Mandränke“ im Jahr 1362 entwickelte sich die gegenwärtige charakteristische Gestalt der Insel. Auch sie stellt nur eine Momentaufnahme im Laufe der Geschichte dar. Sturmfluten nagen seit jeher an Sylt und verändern ihre Form und ihren Küstenverlauf. Besonders die nördlichen und südlichen Enden der Insel waren und sind von großen Veränderungen betroffen. 

Seit 1870 werden die Küstenrückgänge Sylts aufgezeichnet. Die Auswertungen ergaben einen Küstenschwund von jährlich 0,4 Metern im nördlichen und 0,7 Metern im südlichen Küstenabschnitt bis 1951. Im Zeitraum zwischen 1951 und 1984 stieg diese Rate auf 0,9 bis 1,4 Meter, an den Inselenden bei Hörnum und List sogar noch weiter. In den letzten Jahrzehnten war Sylt durch teils schwere Sturmfluten immer wieder in Gefahr auseinanderzubrechen. Besonders an der nur 500 Meter breiten Schmalstelle in der Nähe von Rantum ist die Insel gefährdet. 

Zum Schutz von Sylt wurden bereits im 19. Jahrhundert Holzpfahlbuhnen errichtet. Sie wurden rechtwinklig zum Strand als eine Art Damm-Bauwerk aufgestellt. Später wurden sie durch Buhnen aus Metall und Stahl ersetzt. Weder sie, noch die 1960 aufgestellten Betonelemente aus Frankreich, die man Tetrapoden nennt, konnten die Erosion wirksam aufhalten. Die derzeit einzig effektive Methode ist mittels sogenannter „Hopperbagger“ Sand vor die Küsten der Insel aufzuschütten. Dieses Vorgehen ist sehr kostspielig, soll allerdings größere Landverluste für mindestens drei Jahrzehnte stoppen.

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