Sardinien - Ferienwohnung & Ferienhaus

Finden Sie Ihre Ferienwohnung in Sardinien bequem auf der Karte.
Jetzt Kartensuche starten

Anzeige aufgeben

Vermieten Sie Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus online. mehr...
ab 10,00 pro Monat zzgl. MwSt. (Laufzeit 12 Monate)
Anzeige aufgeben

Gratis App für Sie!

Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Sardinien. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:

Stille Bergdörfer, quirlige Hafenstädte, traumhafte Sandstrände, schroffe Felsklippen sowie eine einzigartige Flora und Fauna lassen bei Urlaubern auf der italienischen Insel Sardinien keine Wünsche offen.
Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und befindet sich westlich des italienischen „Stiefels“, nur zwölf Kilometer südlich des französischen Korsikas.  Neben der Hauptinsel stehen Touristen hunderte kleine, vorgelagerte Inseln für einen Besuch offen.

Bucht bei Villasimius, Foto: Ulrike SafferTraumhafte Buchten wie aus dem Bilderbuch gibt es auf Sardinien zuhauf. Foto: Ulrike Saffer

Mediterranes Klima auf der italienischen Insel

Vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein ist Sardinien ein beliebtes Reiseziel.
Die Hauptsaison auf Sardinien sind die Monate Juli und August. Zu dieser Zeit besuchen auch viele Italiener vom Festland die Mittelmeer-Insel. Die Sommermonate eignen sich gut für Badeurlaube, denn die Temperaturen erreichen dann teilweise Werte von über 40 Grad Celsius.

Ideal für ausgedehnte Wanderungen und Stadterkundungen ist das Frühjahr. In dieser Zeit sind die Temperaturen noch mild und die Insel beginnt in bunten Farben zu blühen. Sardinien hüllt sich dann in einen betörenden Blütenduft. Mutige wagen sich schon in den ersten Frühlingsmonaten März und April ins Wasser.

Nach der Hauptsaison, im Spätsommer und Herbst, verabschiedet sich die größte Sommerhitze. Bis in den Oktober ist das Wasser allerdings noch warm genug, um zu baden. Auch Aktivurlauber sind im Herbst gut auf Sardinien aufgehoben.

Die Winter sind mild, doch Schwimmen ist dann nicht mehr möglich. An der Küste unterschreiten die Temperaturen zwar normalerweise nicht acht Grad Celsius, im Inselinneren sinken die Temperaturen bisweilen aber auf zwei bis drei Grad Celsius. Selbst Schneefall ist möglich. Im Ort Fonni, der auf 1.000 Metern Höhe im Gennargentu-Gebirge liegt, gibt es sogar eine Wintersport-Anlage mit Skilift.

Spannende Landschaften und ungewöhnliche Artenvielfalt

Die Landschaft Sardiniens ist sehr abwechslungsreich und beeindruckt mit mediterraner Flora und einer artenreichen Tierwelt. Der Großteil der Insel ist bergig. Das Inselinnere wird von Hochebenen dominiert, die von mehreren Gebirgszügen durchbrochen werden. Der höchste Punkt Sardiniens ist die über 1.900 Meter hohe Punta La Marmora im Gebirgsmassiv Gennargentu. Der Gennargentu bildet mit seinen kahlen Kalkzinnen einen auffälligen Kontrast zur idyllischen Umgebung. Der Nationalpark Gennargentu liegt im Osten Sardiniens zwischen den Provinzen Nuoro und Ogliastra. Hier begegnet man vielen Tieren wie Mufflons, Steinadlern und sardischen Hirschen.

Schnee im Gennargentu-Gebirge auf Sardinien, Foto: nextyle/Fotolia.comDas Gennargentu-Gebirge hat auch im Winter seinen Reiz. Foto: nextyle/Fotolia.com

In den höchsten Lagen der sardischen Gebirge wachsen mächtige Kastanienbäume und die typisch sardischen Korkeichen. In den niedrigen Gebirgsebenen findet man beispielsweise wilden Spargel, Feigenkakteen und Zwergpalmen.
Bekannt ist Sardinien besonders für seine zahlreichen duftenden Kräuter und Aromapflanzen, die vor allem in Küstennähe vorkommen. Zu diesen gehören Myrte, Rosmarin, Thymian, Lorbeer, Salbei, Lavendel, Fenchel, Pfefferminze und Melisse. Diese Kräuter verbreiten einen herrlichen Duft und finden in der sardischen Küche Verwendung. Außerdem sind auf Sardinien viele Orchideenarten und die undurchdringlichen Gebüsche der Macchia-Gewächse heimisch.

Darüber hinaus ist die über 1.800 Kilometer lange Küste Sardiniens spannend und abwechslungsreich. Flache, feinsandige Strände, die an die Karibik erinnern, wechseln sich mit schroffen Felsküsten ab. In den seichten Salzlagunen an der sardischen Küste leben Scharen edler Rosaflamingos und anderer Wasservögel.
Unter Wasser sind ebenfalls interessante Lebewesen zu finden. Bei einer Bootstour begegnet man mit etwas Glück Delfinen. Sogar Wale wurden schon vor Sardinien gesichtet.

Rosaflamingos auf Sardinien, Italien, Foto: Stefania Loriga/Fotolia.comDie Flamingos fühlen sich auf Sardinien wohl. Foto: Stefania Loriga/Fotolia.com

Die einzigartige Kultur der Sarden

Sardinien blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Noch heute sind auf der Mittelmeerinsel Bauwerke der Nuraghenkultur erhalten. Die Kultur der Nuragher entwickelte sich um 1.600 vor Christus und ist für seine Bronzefiguren und Steintürme, die sogenannten Nuraghen, bekannt. Die Nuragher lebten bis etwa 600 vor Christus auf der Insel. Von ihrem kulturellen Leben zeugen die aus großen Steinklötzen gebauten Nuraghen und andere archäologische Stätten, die das Alltagsleben der Nuragher dokumentieren.

Nuraghenkultur Sardinien, Foto: Lionello Rovati/Fotolia.comDie Anlage Su Nuraxi ist Zeuge der Bronzezeitkultur auf Sardinien. Foto: Lionello Rovati/Fotolia.com

Sardinien war im Laufe der Jahrhunderte Zankapfel verschiedener Kulturen. So stand Sardinien beispielsweise unter arabischer, spanischer, pisaner und österreichischer Herrschaft. Heute ist Sardinien eine autonome Region Italiens. Dieses reiche Kulturerbe findet sich nicht nur in den Bauwerken, sondern auch in den Sprachkenntnissen der Einwohner wieder.

Die offizielle Sprache, welche von allen Bewohnern gesprochen wird, ist Italienisch. Der Großteil der Sarden lebt aber zweisprachig. Etwa 80 Prozent der Sarden beherrschen neben dem Italienischen die Minderheitensprache Sardisch. Das Sardische ist eine romanische Sprache, die dem Lateinischen sehr ähnlich ist und viele katalanische sowie spanische Einflüsse hat. In der Gegend um Alghero sprechen vor allem ältere Menschen noch einen katalanischen Dialekt. Neben Italienisch helfen Französisch und Spanisch am besten, um als Tourist mit den Sarden zu kommunizieren.

Die Vielfalt der Insel: Sardiniens Städte und ihre Strände

Die Küstenregion Sardiniens beeindruckt durch ihr vielfältiges Erscheinungsbild. Steile Felsklippen und Steinstrände wechseln sich mit feinsandigen, sanft ins Meer abfallenden Stränden ab. Aus diesem Grund lohnt sich nicht nur ein Badeurlaub, sondern auch ein Segelausflug. Den Seglern bieten sich vom Meer aus traumhafte Aussichten auf die Insel. Nicht umsonst befindet sich um Sardinien herum eines der schönsten Segelreviere des Mittelmeers. Die meisten Einrichtungen für Segler gibt es im Norden der Insel.
Außerdem zieht es viele Surfer auf die italienische Insel. Für Profi-Surfer empfiehlt sich die Nord- und Westküste Sardiniens. Surfanfänger sind an der ruhigeren Ost- und Südküste besser aufgehoben.
Das gebirgige Sardinien ist außerdem ideal zum Klettern. Schöne Klettergebiete gibt es beispielsweise in den Buchten von Baunei und Dorgali im Osten Sardiniens. Mountainbiken und Wandern lässt es sich herrlich in den Berglandschaften der Insel. Das schönste Wandergebiet ist das Gennargentu-Gebirge, wo es allerdings kaum markierte Routen gibt. Auf einer der zahlreichen geführten Touren durch das Gebirge erfahren Wanderer Wissenswertes über die Flora und Fauna.
Auch Golfer kommen in Sardinien auf ihre Kosten. Sowohl im mondänen Norden, in Porto Cervo, als auch im Süden bei Santa Margherita di Pula gibt es schön gelegene 18-Loch Golfplätze.

Das grüne Paradies im Süden Sardiniens

Der grüne, fruchtbare Süden Sardiniens ist locker bebaut. Charakteristisch für den Süden sind die beschauliche Ländlichkeit der Dörfer, die grünen Bergwälder und die weißen Sandstrände wie an der Königsküste Costa Rei bei Villasimius.
Doch auch pulsierende Geschäftigkeit gibt es im südlichen Sardinien. In der Inselhauptstadt Cagliari erlebt man wahren sardischen Alltag. Geschäftiger Trubel, hupende Autos und knatternde Mopeds sowie zu Stein gewordene Geschichte, zeigen Cagliari als typisch italienischen Ort. Die größte Stadt Sardiniens wurde auf zehn Hügeln erbaut. Im dunklen Gassengewirr der Altstadt verkaufen sardische Kunsthandwerker ihre Waren. Oberhalb der Marktstände der Piazza Yenne befindet sich der etwa 35 Meter hohe Turm Torre dell’Elefante. Er wurde Anfang des 14. Jahrhunderts von den damals herrschenden Pisanern erbaut und war Teil einer militärischen Befestigungsanlage. Der Turm verdankt seinen Namen einem kleinen Marmorelefanten über dem Tor. Das Rüsseltier symbolisiert Weisheit und Stärke. Nur etwa 200 Meter entfernt zwischen dem Torre dell’Elefante und der Piazza Costituzione finden Besucher Ruhe auf der Bastione San Remy. Die Aussichtsterrasse wurde 1901 auf der Befestigungsanlage errichtet, die 1720 von den Piemontesen erbaut wurde. Die Bastione zeigt einen herrlichen Blick über die Stadt, den Hafen und den Stadtstrand Poetto im Südosten der Stadt.

Panoramablick Cagliari, Häuser, Sardinien, Foto: Ulrike SafferDer Blick über die Dächer der Hauptstadt führt bis zur Küste. Foto: Ulrike Saffer

Etwa 60 Kilometer nördlich von Cagliari befindet sich ein Muss für Kulturliebhaber: „Su Nuraxi“ in Barumini, eine der interessantesten und besterhaltenen Nuraghen-Anlagen der Insel. Die Anlage geht wahrscheinlich auf das 5. und 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Auf über 1.000 Quadratmetern sind noch die Grundmauern von rund 60 Hütten und einer Bastion erkennbar.

Etwa 50 Kilometer südlich der Hauptstadt liegt Chia. Die Bucht von Chia („Baia di Chia“) ist eines der beliebtesten Badeziele der Insel. Der Badeort liegt zwischen einem felsigen Vorgebirge und flachen Sandstränden. Der endlos lange Dünenstrand mit seinen kleinen Buchten ist durch das klare Wasser traumhaft schön. Zwischen den Sandbergen wuchern uralte Wacholderstauden sowie Oleander- und Rosmarinbüsche, die einen würzigen Duft verbreiten. Die Küste von Chia führt zum Capo Spartivento. An diesem Kap befindet sich einer der ältesten Leuchttürme Sardiniens. Er stammt aus dem Jahr 1866 und ist heute noch funktionsfähig.

Chia, Sardinien, Foto: simon78h16/ Fotolia.comGlasklares Wasser und traumhafte Strände bei Chia, Sardinien. Foto: simon78h16/ Fotolia.com

Die in der Nähe von Chia liegenden seichten Küstenteiche dienen als Rast- und Nistplätze verschiedener Wasservögel. Die eleganten Rosaflamingos leben dort das ganze Jahr über.
Von der Küste aus gut zusehen ist das Wahrzeichen von Chia: der Spanische Turm aus dem 17. Jahrhundert. Er bietet eine überwältigende Aussicht über das tiefblaue Meer bis zum Leuchtturm auf dem Capo Spartivento. Nachts ist der Spanische Turm stimmungsvoll beleuchtet.
Villasimius ist ein weiterer beliebter Ferienort in der Nähe von Cagliari. Rund um den 1812 gegründeten Ort zeugen alte Turmreste und Befestigungsanlagen von der bewegten Geschichte Sardiniens. Die wunderschönen Strände und die imposanten Granitberge des Monte dei Sette Fratelli mit seinen sieben zackigen Gipfeln begeistern Naturliebhaber und Sportler. In dem Naturschutzgebiet der „sieben wilden Brüder“ sind anspruchsvolle Wanderungen und Klettertouren möglich.

Küste bei Villasimius, Sardinien, Foto: Ulrike SafferDas Meer bei Villasimius leuchtet in strahlendem Blau. Foto: Ulrike Saffer

Malerische Dörfer und ruhige Strände im Osten Sardiniens

An der Ostküste der Insel liegen die malerischen Dörfer Baunei und Dorgali. Das ehemalige Hirtendorf Baunei ist am Hang eines Kalksteinmassivs gelegen, welcher einen traumhaften Blick zur Küste gewährt. Die Kirche San Nicola di Bari im Ortskern mit ihrem schönen Gewölbe ist einen Besuch wert. Das nördlicher gelegene Dorgali ist für seine Handwerkstradition bekannt. Zehn Kilometer entfernt befindet sich Serra Orrios, die größte Siedlung der Insel aus der Nuraghen-Zeit. Nur wenige Meter entfernt trifft man auf die prä-nuraghische Kultstätte S’Ena ’e Thomes.
Der Strand von Cala Mariolu gehört zur Ortschaft Baunei. Weiße Kalkfelsen bilden kleine Inseln vor dem herrlich weißen Sandstrand. Für Taucher und Schnorchler ist dieser Strand ein schönes Ziel.
Am Strand von Cala Cartoe bei Dorgali kommt Karibikfeeling auf. Der für seine goldene Farbe bekannte Strand eignet sich zum Schnorcheln gleichermaßen wie zum Surfen. An der Küste bei Baunei und Dorgali können aufgrund der ruhigen Windverhältnisse auch Surfanfänger Spaß haben.

Der raue Westen Sardiniens

Die andere Seite der Insel ist durch den ständig wehenden Wind und die vergleichsweise starken Wellen rauer als der Rest Sardiniens.
Ein lohnenswertes Ziel ist die Stadt Alghero, die auch als „Klein-Barcelona“ bezeichnet wird. Die Hafenstadt wurde 1353 von den Aragonesen aus Nordost-Spanien erobert. Aufgrund der spanisch-katalanischen Vergangenheit sprechen heute noch viele Einwohner katalanisch. Sogar die Straßenschilder sind häufig zweisprachig.

katalanisch-italienisches Straßenschild in Alghero, Sardinien, Foto: alberto maisto/Fotolia.comViele Straßen Algheros, wie hier die Via Barcellonetta sind zweisprachig ausgewiesen. Foto: alberto maisto/Fotolia.com

Blumengeschmückte Balkone, eng verwinkelte Gassen und intensives Sonnenlicht machen den Reiz der Küstenstadt aus. Dicke Mauern umschließen die wunderschöne Altstadt Algheros. Dort gibt es schöne Plätze, Kirchen wie den gotischen Bau San Francesco und Paläste wie den Palazzo d’Albis auf der Piazza Civica zu entdecken.
Der Hafen Algheros ist der wichtigste Fischereihafen der gesamten Insel. Entspannen kann man am Lido San Giovanni, dem Hausstrand Algheros. Der weiße Sandstrand ist durch Wellenbrecher geschützt. Sein sauberes Wasser und die gut ausgebaute Infrastruktur mit Bars, Strandliegen und Sonnenschirmen locken besonders Familien mit Kindern an.

Alghero ist ein idealer Ausgangspunkt um den Nordwesten Sardiniens zu erkunden.
Ein nahes Ausflugsziel ist die Grotta di Nettuno. Sie gehört zu den schönsten Tropfsteinhöhlen der Insel. Eine über 700 Meter lange Treppe führt am Capo Caccia herunter zur Neptunsgrotte.

Treppe zur Grotta di Nettuno am Capo Caccia, Sardinien, Foto: Ulrike SafferSteile Stufen führen hinab zur Grotta di Nettuno. Foto: Ulrike Saffer

Alternativ fahren Boote von Alghero aus zum Eingang der Grotte. Die Höhle ist über 4.000 Meter lang. Für Besucher sind etwa 1.200 Meter öffentlich zugänglich. In ihrem Inneren warten beeindruckende Tropfsteingebilde und ein kleiner Salzwassersee.

Grotta di Nettuno bei Alghero, Sardinien, Foto: Ulrike SafferDie Tropfsteinhöhle Grotta di Nettuno ist eine beliebte Touristenattraktion. Foto: Ulrike Saffer

Nur wenige Kilometer nördlich von Alghero ist außerdem die Nekropolis Anghelu Ruju zu besichtigen. Diese nuraghische Kultstätte wurde erst 1905 entdeckt. Die Begräbnisstätte stammt aus der Zeit um 3.300 bis 2.500 vor Christus und gehört zu den bedeutendsten und größten Anlagen auf Sardinien. Insgesamt befanden sich dort 38 Gräber. Die Grabbeigaben, die aus den Felskammergräbern geborgen wurden, sind in den archäologischen Museen von Cagliari und Sassari ausgestellt.
Sassari ist die zweitgrößte Stadt Sardiniens. Sehenswert ist hier der Fontana di Rosello. An diesem Brunnen speien zwölf Löwenköpfe Wasser. Schön ist auch die 1872 erbaute Piazza d’Italia, in dessen Mitte ein Denkmal zu Ehren des ehemaligen Königs von Sardinien-Piemont Vittorio Emanuele II. thront. Auf dem Platz befinden sich außerdem die aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden Paläste Palazzo della Provinzia und der Palazzo Giordano, welche beide beeindruckende Säle zu bieten haben.

Postkartenidylle und Jetset-Leben in Sardiniens Norden

Nordsardinien ist als mondänes Urlaubsziel mit weiß glitzernden Puderzuckerstränden und kristallblauem Meer bekannt. Die populärste Küste ist die Costa Smeralda. An der Nordostspitze der Insel wurde eine luxuriöse Glitzerwelt mit Edel-Restaurants, exklusiven Sportanlagen und Häfen erschaffen. In den 1970er Jahren wurden einige Szenen des James-Bond-Films „Der Spion, der mich liebte“ an der Costa Smeralda gedreht.
Das touristische Zentrum der Jetsetter an der Smaragdküste ist Porto Cervo. Hier prahlt die Hautevolee mit teuren Jachten und verlustiert sich in schicken Boutiquen.

Jachten in Porto Cervo, Sardinien Foto: Ulrike SafferDie Schönen und Reichen trumpfen in Porto Cervo mit ihren Jachten auf. Foto: Ulrike Saffer

Der Ort ist in einer Stunde gut zu durchlaufen. Porto Cervo verbindet alte sardische Traditionen mit modernen Elementen. Die engen Gassen und schattigen Innenhöfe sind den mediterranen Fischerdörfern der Rivera nachempfunden. Hoch über dem Ort fällt die in Nuraghen-Form gebaute Kirche Santa Maria di Stella Maris durch ihre verspielte Architektur auf.

Porto Cervo, Sardinien, Kirche, Foto: Ulrike SafferDer nuraghische Baustil der Kirche Santa Maria di Stella Maris über Porto Cervo springt ins Auge. Foto: Ulrike Saffer

Unweit Porto Cervos liegt das vorgelagerte Archipel La Maddalena, das aus über 60 kleinen Inselchen besteht. Der Nationalpark lockt mit rosafarbenen Granitfelsen sowie feinsten weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser, welches so charakteristisch für die Costa Smeralda ist. Die traumhaften Buchten können mit einem Boot erkundet werden.

Nur einen Katzensprung von Porto Cervo entfernt liegt der Ort Porto Bello. Das kleine Örtchen ist das richtige Ziel für Urlauber, die Ruhe und Entspannung suchen. Weit bekannt ist Porto Bello vor allem für seine hervorragenden Wind- und Kitesurfspots. Besonders in den Monaten April bis Juni und September bis November schaffen die Winde ideale Bedingungen für Wassersportler.
Aber der Norden wartet auch abseits der Costa Smeralda mit hübschen Städten und einem interessanten Hinterland auf. Zu den bekanntesten Städten im nördlichen Inselteil gehört Olbia, da in der Küstenstadt der wichtigste Passagierhafen Sardiniens liegt. Die Stadt versprüht jedoch eher Provinzcharakter als Großstadtflair. Eine Sehenswürdigkeit in der Innenstadt Olbias ist die Kirche San Simplicio. Die Basilika aus gelb-grauem Granit entstand im 11. und 12. Jahrhundert nach Christus. Ihre Fassade ist dreigeteilt: Es sind Elemente des spanischen, pisanischen und orientalischen Stils zu entdecken.

Auch alte Städte wie Arzachena machen den Reiz Nordsardiniens aus. Ist Arzachena, dessen Ursprünge auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurückgehen, schon für sich sehenswert, wartet an seinem Ortsrand eine weitere Sehenswürdigkeit. Dort haben Wind und Wetter riesige Granitfelsen zu interessanten Skulpturen geformt. Der bekannteste unter ihnen ist der „fungo“, ein Fels in Form eines riesigen Pilzes.
Die rauen Küstenlandschaften mit den weiten Korkeichenwäldern, wie man sie auf der Halbinsel Capo Testa findet, sind ebenfalls typisch für die nördliche Region der Insel. Am schönsten ist dieser nördlichste Punkt Sardiniens bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne im Meer versinkt.

Sardinien kulinarisch genießen

Die Küche Sardiniens ist typisch mediterran. An der Küste kommen vor allem frischer Fisch und Meeresfrüchte wie Scampi und Meeresschnecken auf den Tisch, während im Landesinneren mehr Wildschwein, Lamm, Zicklein oder Spanferkel serviert werden.

Ein traditionelles sardisches Menü besteht aus einer Vorspeise (Antipasto), auf die der erste und zweite Gang (Primo und Secondo) folgen. Als erster Gang werden meist Teigwaren serviert. Die Sebadas sind ein typisch sardisches Gericht für den ersten Gang. Dabei handelt es sich um mit Frischkäse gefüllte, in Öl ausgebackene Teigtaschen, welche mit Honig verfeinert werden. Eine ganz besondere Delikatesse ist der bernsteinfarbene Bottarga, getrockneter Rogen von der Meeräsche oder dem Thunfisch. Dieser „sardische Kaviar“ wird beim Primo gerne über die Spaghetti gestreut. Als zweiter Gang folgt ein Fisch- oder Fleischgericht. Eine süße Nachspeise (Dolce) oder etwas Käse (Formaggio) runden das Menü ab. Ein beliebter Formaggio ist der Pecorino Sardo. Dieser herzhafte Schafskäse ist in drei Varianten erhältlich: frisch, mittelreif und durchgereift. Am aromatischsten schmeckt er, wenn er zwei bis drei Jahre alt ist.

Dazu trinken die Sarden Wasser und regionalen Wein. Sardinien hat viele wohlschmeckende Weine zu bieten. Auf etwa 43.000 Hektar werden die edlen Trauben angebaut. Zu den beliebtesten sardischen Weinen gehören der weiße Vermentino und der rote Cannonau. Nur ein kleiner Teil der produzierten Weine wird in Flaschen abgefüllt. Der größere Teil wird in Fässern verkauft. Daher bieten viele Restaurants offene Bauernweine (Vino da Tavola) an.
Eine besondere alkoholische Spezialität Sardiniens ist der Mirto del Contadino. Dieser weiße oder rote Likör wird aus den Beeren des Myrtenbuschs gewonnen.

Auch Olivenöl hat eine große Bedeutung für die sardische Küche. Die knorrigen Olivenbäume sind auf der ganzen Insel verbreitet. Besonders viele Olivenhaine liegen rund um Alghero. Die sardischen Olivenfrüchte sind säurearm und erinnern geschmacklich an toskanische Oliven.

Zu jeder Mahlzeit wird Brot serviert. Auf Sardinien gibt es außer dem typisch italienischen Weißbrot etwa hundert verschiedenen Brotsorten. Weit verbreitet und beliebt ist das Pane Carasau. Es war ursprünglich das Grundnahrungsmittel der Hirten und Bauern. Das Pane Carasau ist ein papierdünnes, knusprig gebackenes Fladenbrot, dessen Form an einen Halbmond erinnert. Es wird auf einem Kastanienholzscheit sehr heiß zweimal gebacken.

Sardische Küche, Sardinien, Foto: Alessio Orrù/Fotolia.comTypisch Sardinien – Pane Carasau, Pecorino und Salami, Rotwein sowie Olivenöl. Foto: Alessio Orrù/Fotolia.com

© Immowelt AG 2016   ® Marktplatz für Ferienhäuser und Ferienwohnungen

Feedback abgeben