Andalusien - Ferienwohnung & Ferienhaus

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Verbringen Sie einen wunderbaren Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in der Ferienregion Andalusien. Hier ein kleiner Auszug unserer Ferienwohnungen und Ferienhäuser:
Säulenbögen in der Mezquita-Catedral in Córdoba, Andalusien, Foto: Jaime León González
In Andalusien wird der Einfluss der Mauren sichtbar. Hier in der Mezquita-Catedral von Córdoba. Foto: Jaime León González

Am südlichen Ende der spanischen Halbinsel befindet sich die beliebte Urlaubsregion Andalusien. Bekannt geworden ist die Region durch ihre spannende Kultur, ihre zahlreichen Strände, den Flamenco und die südländische Lebensfreude.
An vielen Ecken Andalusiens ist der arabische Einfluss aus der Zeit der maurischen Herrschaft zwischen 711 und 1492 erkennbar. Die Mauren kamen aus dem nahe gelegenen Nordafrika, das nur einen Katzensprung von Andalusien entfernt liegt. Gerade einmal 14 Kilometer Wasser trennen hier Europa von Afrika. Der maurische Einfluss zeigt sich zum Beispiel in der Architektur berühmter Bauwerke wie der Alhambra in Granada, den Alcazabas in Málaga und Almería oder der Mezquita-Catedral in Córdoba. Die Verschmelzung europäisch-spanischer und arabischer Kultur und ihre bewegte Geschichte verleiht Andalusien einen ganz besonderen Charme.

Besucher der Plaza de España, Sevilla, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Auf der Plaza de España spannen sich vier Brücken über den Kanal. Foto: Teresa Saffer

Das andalusische Klima macht Urlaub das ganze Jahr über möglich. Die Winter sind mild und laden zum Aktivurlaub ein. Frühjahr und Herbst bescheren herrlich warme Temperaturen. Im Hochsommer wird es im Landesinneren sehr heiß. Werte um 40 Grad Celsius sind dabei keine Seltenheit. Zu dieser Zeit ist ein Aufenthalt an der Küste angenehmer. Badetouristen lockt es vor allem an die Mittelmeerküste im Osten, Surfer sind eher an der Atlantikküste im Westen anzutreffen. Kulturinteressierte und Wanderer finden im Landesinneren ein reichhaltiges Angebot an Ausflugszielen und historischen Städten.


In den schönsten Städten Andalusiens Geschichte erleben

Sevilla

Sevilla ist die andalusische Hauptstadt sowie die viertgrößte Stadt Spaniens. Hier befindet sich die Grabstätte des berühmten Seefahrers Christoph Kolumbus. Die sevillanische Kathedrale María de La Sede, die größte gotische Kathedrale der Welt, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Rahmen der christlichen Rückeroberung Spaniens wurde die Kirche aus den Überresten einer zerstörten maurischen Moschee erbaut.
Neben der Kathedrale steht die Giralda, ein ehemals als Minarett erbauter Turm, der nun als Glockenturm dient. Das Stadtbild wird von vielen weiteren Türmchen dominiert. Zu diesen zählt der Torre del Oro („Goldturm“) am Río Guadalquivir. Von den Mauren erbaut, hatte der Turm anfangs eine militärische Funktion und diente später als Gefängnis. Früher erstrahlten Teile des Gebäudes in gelb-goldener Farbe, was ihm seinen glanzvollen Namen einbrachte.
Die Altstadt von Sevilla besteht aus einem Netz vieler kleiner, verwinkelter Straßen und Gassen. In den dort befindlichen Restaurants und Bars kann man die typisch sevillanischen Tapas genießen. Ein original sevillanisches Gericht ist Spinat mit Kichererbsen, welcher mit frittiertem Brot, Knoblauch und weiteren Gewürzen verfeinert wird.

Blick auf die Plaza de España, Sevilla, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Plaza de España: Die spanische Flagge weht über dem bekanntesten Platz Sevillas. Foto: Teresa Saffer

Der bekannteste Platz Sevillas ist die Plaza de España. Halbkreisförmig legt sich hier ein verspielt verziertes Gebäude um den weitläufigen Platz. An seinen Wänden befinden sich Kachelornamente, welche die 48 spanischen Provinzen repräsentieren. Der Platz beeindruckte auch Regisseure: So wurde er zum Schauplatz für den Planeten Naboo in Star Wars: Episode 2 und zum "Cairo Great Britain Army Headquarters" im Filmklassiker Lawrence von Arabien.

Buntes Geländer an der Plaza de España, Sevilla, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Die Geländer auf der Plaza de España sind farbenfroh und reich verziert. Foto: Teresa Saffer
Metropol Parasol in der andalusischen Hauptstadt Sevilla, Foto: Teresa Saffer
Der Metropol Parasol in Sevilla spendet willkommenen Schatten. Foto: Teresa Saffer

Ein neues Wahrzeichen der Stadt ist der Metropol Parasol, eine Holzkonstruktion an der Plaza de la Encarnación. Deren sonnenschirmartige Form erinnert an einen weißen Pilz. Unter dem Parasol finden Läden, Bars und das archäologische Museum Platz.

Der Hafen von Málaga, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Ein schöner Spaziergang führt am Hafen von Málaga entlang. Foto: Teresa Saffer

Málaga

Die Hafenstadt Málagaist die zweitgrößte Stadt Andalusiens. Das Mittelmeerklima sorgt hier für mildere Winter und weniger heiße Sommer als in Sevilla.
Málaga ist die Geburtsstadt des bekannten Malers Pablo Picasso. Sein Geburtshaus steht an der Plaza de la Merced. Auf einer der Bänke auf dem Platz sitzt ein Bronzeabbild des Künstlers. Darüber hinaus warten auf der Plaza de la Merced, in dessen Mitte sich ein imposanter Obelisk befindet, gut besuchte Bars und Cafés.
Nur wenige Gehminuten entfernt, auf einer Anhöhe nahe dem Stadtzentrum, liegt die Alcazaba von Málaga. Die Alcazaba ist eine maurische Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert, die in den vergangenen Jahrzehnten restauriert wurde. Bei einem Spaziergang entlang der Festungsmauer hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Oberhalb der Alcazaba befindet sich ein Aussichtspunkt, von welchem man eine wunderbare Sicht auf die Stierkampfarena, die Stadt und den Hafen hat.
Wenige Meter oberhalb des Aussichtspunkts gelangt man zur Burganlage Castillo de Gibralfaro. In ihrem Inneren sind historische Kriegsgeräte und Rüstungen ausgestellt. Am Fuße der Alcazaba liegt die Ruine des Teatro Romano, eines römischen Amphitheaters. Dort finden seit einigen Jahren Ausgrabungen statt.

Blick auf die berühmte Brücke Puente Nuevo in Ronda, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Der Puente Nuevo spannt sich über die gewaltige Schlucht Tajo, welche die beiden Stadtteile Rondas trennt. Foto: Teresa Saffer

Wer eine Abkühlung vom Sightseeing braucht, kann zu einem der Stadtstrände Málagas gehen. Der bekannteste ist die Playa de la Malagueta nahe des Hafens.

Wer mehr Ruhe sucht, wird an den Stränden in den Stadtteilen El Palo oder Pedregalejo fündig.

Ronda

Etwa eine Autofahrtstunde von Málaga entfernt thront auf einem Felsplateau die Kleinstadt Ronda. Sie ist vor allem wegen ihrer Brücke Puente Nuevo aus dem 18. Jahrhundert bekannt.
Die Brücke verbindet die Altstadt mit dem jüngeren Stadtteil. Unter ihr gähnt eine imposante Schlucht von über 100 Metern Tiefe, durch die der Río Guadalevín fließt. Von der Puente Nuevo aus hat man einen schönen Blick auf die umliegenden Weißen Dörfer (Pueblos Blancos). Die weißen Häuser dieser Dörfer heben sich malerisch von der kargen Felslandschaft ab.
Die Altstadt von Ronda weist kaum noch maurische Elemente auf. Durch die wunderschönen, engen Gassen mit den weiß getünchten Häusern ist sie dennoch eine sehenswerte Attraktion. Den historischen Kern der Stadt bildet die Plaza Duquesa de Parcent mit dem Rathaus und der Kathedrale Santa María la Mayor, welche an der Stelle einer früheren Moschee erbaut wurde. Sie ist die bedeutendste Kirche Rondas. An die alte Moschee erinnern der noch bestehende Bogen der ehemaligen Gebetsnische, die vier Kuppeln sowie das ehemalige Minarett, welches heute als Glockenturm dient.
Viele Besucher Rondas zieht es zur Stierkampf-Arena, die eine der ältesten Stierkampf-Arenen Spaniens ist. Ronda gilt als die Wiege des modernen Stierkampfes: Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte hier die Familie Romero die heute geltenden Kampfregeln - vom Gebrauch des roten Tuches, bis hin zum Kampf des Toreros zu Fuß.

Alhambra in Granada, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Die Alhambra ist mit komplizierten Wandornamenten geschmückt. Foto: Teresa Saffer

Granada

Die Stadt Granada liegt im Landesinneren direkt am Fuße der Sierra Nevada und ist durch ihr maurisches Erbe gekennzeichnet. Hier befindet sich das weltweit bekannte Bauwerk Alhambra. Die riesige Burganlage wurde als Residenz der maurischen Könige erbaut. Die schmuckvollen Paläste im maurischen Stil sind Zeugen islamischer Baukunst.

Neben prunkvollen maurischen Palästen und weiten Gärten befinden sich in der Anlage zudem die katholische Kirche Santa María de la Alhambra und ein Palast im Renaissance-Stil. Das Herzstück der Alhambra bilden die Palacios Nazaries („Naṣridenpaläste“) mit ihren Gärten.
Trotz der zahlreichen Umbauten über die Jahre hinweg hat die Alhambra immer den Charakter eines muslimischen Palastes beibehalten.

Filigrane Säulen, komplizierte Muster und kunstvolle Inschriften sowie schön angelegte Gärten mit Springbrunnen spiegeln den Glanz der maurischen Herrschaft wieder.
Da die Alhambra zu den meistbesuchten Touristenattraktionen Europas gehört, sollten Eintrittskarten unbedingt im Voraus reserviert werden.

Blick auf den Turm der Mezquita-Catedral in Córdoba, Andalusien, Foto: Jaime León González
Die Mezquita-Catedral ist das Wahrzeichen der andalusischen Stadt Córdoba. Foto: Jaime León González

Auch abseits der Alhambra besticht Granada durch einzigartige Bauwerke. Bei Touristen beliebt ist die Renaissance-Kathedrale. Sehenswert ist auch das jüdische Viertel Realejo de Granada.
Bei den Spaniern ist Granada für seine guten Tapas bekannt. Typische Tapasbars findet man beispielsweise zwischen der Plaza del Ayuntamiento und der Kathedrale.
Im August veranstalten die Einwohner Granadas die Fiesta del Agua („Wasserfest“). Die berühmteste Wasserschlacht wird im Viertel Realejo geführt.

Ein weiteres Highlight sind die sogenannten Cuevas („Höhlen“) außerhalb des Stadtzentrums. Dort lebten früher die aus dem Stadtkern vertriebenen Juden, Muslime und Mitglieder des Fahrenden Volkes. Berühmt für seine einzigartigen Wohnhöhlen ist der Ortsteil Sacromonte. Ein Teil der Wohnhöhlen wird noch heute bewohnt, andere dienen als Museum.

Córdoba

Die drittgrößte andalusische Stadt Córdoba liegt im Landesinneren. Hier werden im Hochsommer im Durchschnitt die höchsten Temperaturen Europas erreicht. Nicht selten klettern hier die Temperaturen über 40 Grad Celsius.

Weithin bekannt ist das imposante Bauwerk Mezquita-Catedral („Moschee-Kathedrale“). Im Jahr 785 begann der Bau der gigantischen Moschee auf dem Fundament einer westgotischen Kathedrale. Hunderte Marmorsäulen mit zwei übereinanderliegenden Hufeisenbögen schaffen ein interessantes Spiel aus Licht und Schatten im Inneren des Gebäudes.

Nach der Rückeroberung im 13. Jahrhundert wandelten die Christen die Moschee in ein katholisches Gotteshaus um. Unter anderem wurde ein Kreuz auf das Minarett gesetzt und inmitten der ausladenden Moschee ein Kirchenschiff im Renaissance-Stil errichtet. Die Mezquita-Catedral ist eines der größten Sakralbauten der Welt. Heute gilt das Bauwerk als römisch-katholische Kathedrale.

Unweit der Mezquita-Catedral lockt das kleine Gässchen Calleja de las Flores Touristen an. Die enge Gasse ist mit unzähligen Blumentöpfen geschmückt. Am Ende der etwa 80 Meter langen Straße hat man einen guten Blick auf den Glockenturm der Mezquita-Catedral.
Nahe dem Zentrum führt die massive Brücke Puente Romano („Römerbrücke“) in 16 Bögen über den Río Guadalquivir. Von der Brücke aus sind die Mezquita-Catedral und die restliche Stadt sichtbar.

Die Römerbrücke in Córdoba, Andalusien, Foto: Jaime León González
Die Puente Romano führt über den Río Guadalquivir. Im Hintergrund die Mezquita-Catedrál. Foto: Jaime León González

 

Strand bei Tarifa in Andalusien, Foto: lenelen/Fotolia
Viele Wind- und Kitesurfer zieht es an die Strände rund um Tarifa. Foto: lenelen/Fotolia

Almería

Die Hafenstadt Almería hat eine bezaubernde Innenstadt mit weißen Häusern in engen Gassen, hübschen Gärten und Palmenalleen. Der Name der Stadt leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet so viel wie "Spiegel des Meeres".
Wie in Málaga gibt es in Almería eine Alcazaba. Diese ist die größte maurische Festung Spaniens nach der berühmten Alhambra.
Nahe der Stadt befinden sich der Naturpark Cabo de Gata, dessen Vegetation an die Sahara erinnert, und die Tabernas-Wüste. Die Wüste von Tabernas ist die einzige natürliche Wüste Europas. Die Wüste und das nahe gelegene Westerndorf Fort Bravo dienten als Kulisse für viele namhafte Kinofilme wie Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, (T)Raumschiff Surprise und Winnetous Rückkehr sowie für diverse Werbespots.

Bergige Landschaften und weitläufige Strände

Die autonome Region Andalusien grenzt im Osten an das Mittelmeer und im Westen an Portugal und den Atlantik. Mehr als 1000 Kilometer Küste trennen das Land vom Meer. Problemlos Baden kann man von April bis in den späten Oktober. Auch in den Wintermonaten gibt es warme Tage, die zum Sonnenbaden und Schwimmen einladen.

Baden an den Küsten Andalusiens

Am Mittelmeer im Osten Andalusiens erstreckt sich die Costa de Almería („Küste von Almería“). Der bekannteste Urlaubsort an der Costa de Almería ist Roquetas de Mar, westlich von Almería. Urlaubsfeeling kommt dort unter anderem an der 13 Kilometer langen Strandpromenade auf. Der beliebteste Strand der Küste, Playa San Miguel/Las Conchas/Zapillo, ist ein etwa ein Kilometer langer Sandstrand im Osten von Almería. Badeurlauber besuchen ihn gerne wegen seines breiten Angebots an Bars und Restaurants. Zudem zeichnet er sich durch seine Barrierefreiheit und den ruhigen Wellengang aus, der das Baden mit kleinen Kindern ermöglicht.
Nahe des Naturparks Cabo de Gata bei Almería liegt der ruhigere Naturstrand Playa Torregarcía. Sein dunkler Sand ist mit Kieseln durchsetzt. Die Wellen sind hier stärker als an der Playa San Miguel/Las Conchas/Zapillo.

Die Costa Tropical („Tropische Küste“) bietet ganzjährig optimale klimatische Urlaubsbedingungen. Bekannte Orte an der Costa Tropical sind Málaga und Nerja. Die Küste liegt ein bis zwei Autostunden von der Sierra Nevada („schneebedecktes Gebirge“) entfernt. Die Winter sind, ausgenommen in den Höhen der Sierra Nevada, mild. Deshalb können Urlauber auch in den Wintermonaten baden, golfen oder wandern. An der 60 Kilometer langen Tropischen Küste gibt es viele feinsandige Strände.

In der Gegend um Málaga geht die Costa Tropical in die Costa del Sol („Sonnenküste“) über. Letztere erstreckt sich etwa bis Gibraltar. Die Gegend macht ihrem Namen alle Ehre: An der sonnenverwöhnten Mittelmeerküste scheint an über 310 Tagen im Jahr die Sonne. Populär ist der mondäne Badeort Marbella mit seinen exklusiven Nachtclubs und dem Yachthafen. Die meisten Strände rund um Marbella sind helle Sandstrände.
Die spanische Atlantikküste wird als Costa de la Luz („Küste des Lichts“) bezeichnet. Die Strände an der Costa de la Luz bestehen in der Regel aus endlosen Dünen mit feinem Sand. Die Dünen entstehen, weil der stetige Seewind den feinen Sand bis 30 Meter hoch auftürmt. Die Gezeiten sind an der Atlantikküste stärker ausgeprägt als an den Stränden am Mittelmeer. Der Tidenhub beträgt hier etwa eineinhalb bis zwei Meter.

Die Playa la Barrosa nahe Cádiz ist breit, flachabfallend und hat sehr feinen Sand. Durch den ruhigen Wellengang ist dieser Strand gut für Badegäste und Familien mit Kindern geeignet.
Besonders beliebt bei Wassersportlern sind die Strände bei Tarifa. Dort gehen Mittelmeer und Atlantik ineinander über, wodurch hervorragende Bedingungen zum Wellenreiten, Windsurfen oder Kitesurfen entstehen. Der Strand Playa Hurricane eignet sich perfekt zum Surfen und Windsurfen. Der Strand Playa Dos Mares ist in eine Windsurfzone, einen Kitesurf-Spot und eine Schulungszone gegliedert.

Seilbahn von Gibraltar, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Mit der Seilbahn gelangt man auf den Upper Rock. Foto: Teresa Saffer

In den Bergen Andalusiens

Das Innere der Halbinsel erkunden Urlauber gerne bei Wanderungen durch Berge, Hügellandschaften und Wälder. Das Hinterland Andalusiens umfasst sowohl Tiefebenen als auch Hochgebirge. Das sorgt für eine kontrastreiche Landschaft in dieser Region. Im Westen findet man vor allem sanfte Hügellandschaften, während im Süden und Osten Gebirge das Landschaftsbild beherrschen.
Besonders in den Frühjahr- und Herbstmonaten, aber auch im Winter sind in Andalusien herrliche Wanderungen bei angenehmen Temperaturen möglich. In über 80 Naturschutzgebieten kann man Flusstäler und bewaldete Mittelgebirge bestaunen. Der mediterrane Charme der Region wird bei einem Spaziergang durch die Olivenhaine und Weinterrassen deutlich.
Bei geführten Wanderungen oder auf eigene Faust lassen sich die zahlreichen, beeindruckenden Pueblos Blancos („Weiße Dörfer“) erkunden, die man in ganz Andalusien findet. Deren weiß getünchte Wohnhäuser strahlen hell im Sonnenlicht und bilden einen hübschen Kontrast zur umliegenden Landschaft.

Die andalusische Sierra Nevada ist das höchste Gebirge des spanischen Festlands. Seine Gipfel sind normalerweise von November bis Mai mit Schnee bedeckt. Die Sierra Nevada ist somit das südlichste Skigebiet Europas. Aktivurlauber können sich aufgrund der günstigen Lage beispielsweise vormittags auf den Schneepisten austoben und nachmittags bei einem warmen Bad im Meer entspannen.

Ausflug ins britische Überseeterritorium Gibraltar

Im Südosten Andalusiens befindet sich eine kleine Kuriosität: das britische Überseeterritorium Gibraltar. Dieses gehört seit 1713 offiziell zu Großbritannien, nachdem es 1703 im Rahmen des spanischen Erbfolgekrieges von der britischen Armee erobert wurde.
Am Fuße der sanft abfallenden Westseite des Felsens befindet sich die dicht besiedelte Stadt Gibraltar. Ein Tagesausflug lohnt sich zum einen aufgrund der großen historischen Bedeutung der Halbinsel und zum anderen wegen der einzigartigen Kultur. Diese Kultur prägten Spanien, Portugal, Indien, Marokko und vor allem Großbritannien. So beherbergt die kleine Halbinsel neben einigen Kirchen eine Moschee, mehrere Synagogen und einen Hindutempel.

In Gibraltar ist die offizielle Amtssprache englisch. Viele Verkehrs- oder Hinweisschilder sind jedoch zusätzlich in spanischer Sprache beschriftet. Bezahlt wird auf der kleinen Halbinsel mit dem Gibraltar Pfund, alternativ auch dem britischen Pfund oder seltener dem Euro. Die typisch britischen Delikatessen wie Fish and Chips, schottischer Whiskey und Guinness Bier sind überall in Gibraltar genauso präsent wie die roten Telefonhäuschen.

Wer für einen Tag britische Luft schnuppern möchte, überquert bei der spanischen Stadt La Línea de la Concepción die Grenze. Bei der Einreise erfolgen zunächst die Ausreisekontrolle bei der spanischen Grenzpolizei und anschließend die Einreisekontrolle der „British Emigrations“. Besucher aus der EU benötigen zur Ein- und Ausreise zwischen Gibraltar und Spanien, einen Personalausweis oder einen Reisepass. Ein Visum ist nicht nötig und die Einreise ist kostenlos. Obwohl die Stadt sehr klein ist, verfügt sie über einen Flughafen. Dieser wird allerdings nur von britischen Gesellschaften angeflogen. Prinzipiell ist die Einreise außerdem zu Fuß, im Bus oder mit dem privaten Auto möglich. Wer mit dem Pkw anreist, sollte beachten, dass die Parkmöglichkeiten in der Stadt sehr begrenzt und die wenigen freien Plätze äußerst teuer sind. Achtung: Genau wie in Spanien gilt in Gibraltar der Rechtsverkehr!

Vier Affen auf dem Felsen von Gibraltar, Andalusien, Foto: Teresa Saffer
Die kleine Affenfamilie blickt auf Gibraltar. Foto: Teresa Saffer

Von der Innenstadt führt eine Seilbahn auf den Felsen (Upper Rock). In dem gleichnamigen Naturpark begegnet man einer pelzigen Attraktion: Die Affen von Gibraltar sind die einzigen frei lebenden Affen auf europäischem Boden. Die possierlichen Affen (Makaken) tummeln sich auf dem Felsen der Halbinsel und haben Gibraltar den Beinamen „Affenfelsen“ eingebracht. Sie gelten als Hüter der britischen Krone. Einer Legende nach verlieren die Briten Gibraltar, sobald der letzte Affe den Felsen verlässt. Als während des Zweiten Weltkriegs die Affenpopulation zurückging, ließ der britische Premierminister Winston Churchill Makaken aus Marokko importieren, um den Affenstamm zu stärken. Die frechen Tiere sind mittlerweile an die Touristen gewöhnt und versuchen mitunter, ihnen Taschen, Kameras oder ähnliches abzunehmen.

Flamenco-Tänzerinnen in Sevilla, Andalusien, Foto: santiago silver/Fotolia
Diese Damen tragen zur Feria de Abril in Sevilla bunte Flamenco-Kleider. Foto: santiago silver/Fotolia

Der Felsen von Gibraltar ist durchlöchert von natürlichen Grotten und dem militärischen Tunnelsystem der britischen Soldaten. Die natürlichen Höhlen im Felsen gelten als die letzten Rückzugsgebiete der Neandertaler in Europa zur damaligen Zeit. Zu diesen Höhlen gehört die St.-Michael-Höhle, welche zu einem Konzertsaal ausgebaut wurde.
Gibraltar war lange Zeit ein Zankapfel zwischen Spanien und Großbritannien – nicht zuletzt wegen seiner militärischen Bedeutung. Einige militärische Einrichtungen, unter anderem aus dem Zweiten Weltkrieg, können heute besichtigt werden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Geschützstellungen, alte Kanonen und Tunnelanlagen.


Andalusische Feste als Ausdruck eines Lebensgefühls

Die Andalusier sind für ihr offenes Wesen und ihre Gastfreundschaft bekannt. Ihre Lebensfreude zeigen Andalusier besonders bei den ausschweifenden Festen. Die Region ist stark katholisch geprägt. Daher feiern sie sowohl christliche Feiertage als auch traditionelle Volksfeste überschwänglich.
Auf Festlichkeiten wie den Stadtfesten Feria de Abril in Sevilla und Feria de Mayo in Córdoba oder dem Karneval von Cádiz kann man in die Welt des Flamencos eintauchen.
Der Flamenco ist eine traditionelle Form der andalusischen Musik und des Tanzes sowie Ausdruck eines tiefen Lebensgefühls und spanischen Temperaments. Beim Flamenco tanzen Männer und Frauen normalerweise alleine, nicht paarweise. Durch die nagelbeschlagenen Schuhabsätze schlagen die Tänzer den akzentuierten Rhythmus zur Musik. Ein wichtiger Bestandteil des Flamencos ist das rhythmische Klatschen und die Zurufe aus dem Publikum zur Animation der Tänzer. Die meisten Lieder des Flamencos handeln von Liebe, Tod, Ehre und Schicksal.

Semana Santa in Sevilla, Andalusien, Foto: joserpizarro/Fotolia.com
Die Prozessionen zur Semana Santa sind für viele Einheimischen das kulturelle Highlight des Jahres. Foto: joserpizarro/Fotolia.com

Der Karneval von Cádiz gilt als der spaßigste in ganz Spanien. Bei dem elftägigen Fest bevölkern zehntausende verkleidete Besucher die Straßen der Stadt.
Zur Semana Santa (Karwoche) vor Ostern verwandeln sich die Städte Andalusiens in einen Festplatz. Die Straßen füllen sich dann mit angereisten und einheimischen Schaulustigen und Mitwirkenden. Der Verkehr in der Innenstadt wird in dieser Woche weitestgehend gesperrt. Bedeutendster Bestandteil der Festlichkeiten sind die Prozessionen. Dabei werden Marienfiguren und Szenen des Leidenswegs Jesu durch die Straßen der Städte getragen. Dazu spielen Musikkapellen mit Schlaginstrumenten und Hörnern getragene Marschmusik, die gelegentlich von Gesang unterbrochen wird. Jede Stadt hat ihre eigenen Rituale und Besonderheiten die Semana Santa-Festlichkeiten zu begehen. Am bekanntesten ist die Semana Santa in der andalusischen Hauptstadt Sevilla, die auch im Fernsehen übertragen wird.

Blumenschmuck in einem Innenhof Córdobas, Andalusien, Foto: Jaime León González
Bunte Blumen heißen die Besucher zum Festival de los Patios Cordobeses willkommen. Foto: Jaime León González

In Córdoba findet alljährlich im Mai das Festival de los Patios Cordobeses („Innenhoffest von Córdoba“) statt. Die Bewohner Córdobas liefern sich dabei einen Wettstreit um den schönsten Innenhof der Stadt. Sowohl der schönste traditionelle als auch der schönste moderne Innenhof werden ausgezeichnet. Durch Blumenschmuck signalisieren die Bewohner, dass Besucher herzlich willkommen sind.

Einige Monate später, im Sommer, beginnt die Saison der Corridas de Toro (Stierkämpfe). Oft gibt es Stierkämpfe während der Ferias (Stadtfeste). Die Höhe des Eintrittspreises schwankt stark und hängt vom gewählten Sitzplatz ab. Die Kämpfe, die meist mit dem Tod des Tieres enden, finden normalerweise in den kreisrunden Arenen statt.

Mediterrane Küche in Andalusien

In Spanien wird zu späterer Stunde gegessen als beispielsweise in Deutschland. Das Mittagessen findet hier gegen 15 Uhr statt, das Abendessen frühestens gegen 21 Uhr. Die Küche Andalusiens ist typisch mediterran, weist aber auch bedeutende Einflüsse aus dem arabischen Raum auf. Der maurische Einfluss ist vor allem bei den Desserts mit Honig, Pistazien und Mandeln erkennbar. Wie in ganz Spanien wird zum Braten und selbst zum Backen süßer Speisen einzig Olivenöl verwendet, was den Gerichten einen einzigartigen Geschmack verleiht. Dieses Olivenöl wird regional hergestellt: Besonders rund um Jaén, Córdoba und Granada werden viele Oliven angebaut, die zu köstlichem Olivenöl weiterverarbeitet werden.

Eine wichtige Rolle in der andalusischen Küche spielt Fisch. Vor allem an der Küste sind Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen zu bekommen. Frittierten fangfrischen Fisch oder Paella mit frischen Meeresfrüchten gibt es in den Chiringuitos („Strandbars“) für wenig Geld. Im Landesinneren in den bergigen Regionen kommen eher deftige Eintöpfe wie der Gemüseeintopf Potaja andaluz mit Kircherebsen sowie Fleischgerichte auf den Tisch. Im Sommer sorgen die kalten Suppen Samorejo aus Córdoba oder Gazpacho für Erfrischung. Eine süße Kleinigkeit, die gerne zur Semana Santa gegessen wird, sind die Torrijas. Diese erinnern an süße, in Olivenöl ausgebackene Arme Ritter mit Zimt und Honig.
In den andalusischen Städten sind die Teterías („Teestuben“) ein beliebter Treffpunkt. Die Teterías versprühen orientalisches Flair. Dort kann man heißen Tee und kleine Snacks genießen. Besonders Granada ist für seine vielen Teestuben bekannt.

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